Kulinarische Köstlichkeiten in der Schweiz entdecken

24. März 2017, Laura Almaida Muros

Da die Schweiz eine deutsche, französische und norditalienische Seite hat, ist die Küche demnach sehr vielfältig und hat jede Menge zu bieten. Einige Produkte haben es durch ihren Bekanntheitsgrad nicht nur durch die ganze Schweiz sondern auch weltweit in die Supermärkte geschafft, wie das Raclette, das Birchermüsli oder die Schweizer Schokolade. Doch welche Spezialitäten gibt es in einzelnen Regionen?

Essen in der Schweiz

Bratwurst mit Rösti aus St. Gallen

Als erstes möchte ich euch die Bratwurst an Zwiebelsoße mit Rösti, aus St. Gallen stammend, präsentieren – Warum? Weil ich dieses typische schweizerische Gericht selbst schon probiert habe und  es super lecker fand. Auch wenn es sich nach einer einfachen Speise anhört, ist St. Gallen  für ihre Bratwürste bekannt. Nicht umsonst werden jährlich über 40 Millionen Bratwürste in der Schweiz verspeist. Wenn ihr also einmal in der Stadt seid, dann bestellt unbedingt die originale Grill- und Bratwurst – OLMA-Bratwurst! Ich kann sie nur empfehlen.

Spezialitäten aus Basel

Der ein oder andere, aus dem Süden Deutschlands, mag dieses Gericht schon kennen – die suuri Lääberli (sauren Leberle). Diese sind auch eine bekannte Speise in der Region von Basel und werden traditionell in der Fastnachtszeit oft verspeist, wie im Badnerland auch. Besonders lecker schmecken diese mit Bratkartoffeln als Beilage. Für die Süßen unter euch, sind die Nachspeisen nicht ganz unwichtig – Basler Leckerli. Hier bieten die Basler sogenannte Mässmogge. Diese regionale daumenlange Zuckerspeise ist mit Haselnussmasse gefüllt und farbiger Zuckerglasur umhüllt. Die Haselnussspezialität aus Basel wird außerdem auf Jahrmärkten und Messen verkauft. Wer zu viel Lääberli gegessen hat und danach nur einen Bissen Süßes verträgt, kann die Lebkuchenguetzli probieren, welche kleine Zuckerbonbons sind.

Kanton Graubünden

Die „Tuorta da Nusch“ ist bekannt als eine der leckersten Torten in der ganzen Schweiz. Sie stammt aus dem schönen Engadin, ist aber mittlerweile in jedem Schweizer Supermarkt aufzufinden. Die Engadiner Nusstorte wird von Mürbeteig umhüllt und enthält Sahne, Honig, Zucker und Walnüsse. Wie du siehst, nicht allzu viele Zutaten, die die Torte perfekt werden lassen. Einen Versuch an einem Sonntagmorgen zu Hause könnte man also mal wagen und sie selbst backen. Aber zuvor natürlich die Originale probieren um den Vergleich ziehen zu können.

schweizer Gebäck

Tessin (italienisch: Ticino)

In dieser Region wird aus den Gerichten schon ersichtlich, dass wir uns hier in der italienischen Schweiz befinden. Eine feine Spezialität ist hier die Wachtel-Saltimbocca (Spring in den Mund) im Kräutersud. Die Füllung der Wachtel wird aus Butter, Kräutern wie Salbei, und Rohschinken kreiert. Die Wachtel wird dann paniert und anschließend auf Speck im Ofen gebraten. Als Beilage eignen sich Tagliatelle perfekt. Wem läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen?
Weitere Klassiker sind hier Marroni (Esskastanien) in allerlei Variationen. In Ticino finden mehrere Kastanienfeste statt an denen verschiedenste Produkte mit der Hauptzutat Marroni angeboten werden: Pralinen, unterschiedliche Teigwaren, Brot oder Brotaufstriche.
Um nicht ausschließlich von Essen zu sprechen, gibt es ein frisches tessinisches Getränk, die sogenannte Gazosa. Diese ist eine alkoholfreie, gesüßte, kohlensäurehaltige Zitronenlimonade aus Italien. Finden könnt ihr sie in hippen Bars in der ganzen Schweiz.

Mit diesen Eindrücken verabschiede ich mich und wünsche ich euch allen viel Spaß bei dem schweizerischen kulinarischen Abenteuer. Lasst es euch schmecken!

Zum Schluss noch ein Rezept für einen typische Schweizer Kuchen passend zu der kommenden Osterzeit, für diejenigen unter euch, die gerne mal etwas Neues ausprobieren möchten:

Osterkuchen à la Marquise (chefkoch): Für 12 Stücke

Für den Mürbeteig:
200 gWeizenmehl
1/2 TLSalz
100 gButter, zimmerwarm
40 gZucker
1/2Zitrone(n), abgeriebene Schale
1Ei(er), verquirlt

 

Für die Füllung:
3 ELAprikosenkonfitüre, evtl erwärmt und passiert
400 mlMilch
1 PriseSalz
55 gGrieß
1/2Zitrone(n), abegriebene Schale un Saft
50 gButter
45 gZucker
40 gRosinen, mit heißem Wasser abgespült
20 gMandel(n), gerieben
3Eier(n), getrennt

Alle Zutaten für den Mürbeteig verkneten. 175 g des Teigs auf die Seite stellen und den Rest in den Formboden rollen. Aus den 175 g eine lange Rolle und damit den Rand formen. Den Teig mit einer Gabel einstechen und kühl stellen.

Für die Füllung die Milch aufkochen lassen in einem Topf, dann das Salz und den Grieß einrühren und 15-20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, ab und an umrühren.

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen und das Gitter auf die unterste Rille einschieben.

Die Milchmischung vom Feuer nehmen, Zitronensaft, -schale, Butter, Zucker, Rosinen und Mandeln einrühren und etwas auskühlen lassen. Das Eigelb unterrühren und das steife Eiweiß drunterheben.

Den Boden mit der Aprikosenkonfitüre bestreichen, die Füllung darüber gießen und für 30 Minuten ab in den Ofen.

Guten Appetit!

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