Wohnsitz ummelden – So gehen Sie vor!

Zuletzt geändert am: 22. Januar 2020

Wie man seine Wohnung nach dem Umzug an- bzw. ummeldet und wie Sie sich eine Menge Stress sparen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Warum muss Ich meinen Wohnsitz an- bzw. ummelden?

In Deutschland ist jeder Einwohner dazu verpflichtet seinen aktuellen Wohnsitz anzumelden. Das Verpassen der Anmeldefrist stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

Der Unterschied zwischen An-, Um- und Abmeldung

Im folgenden erklären wir Ihnen, wann Sie welchen Behördengang antreten müssen.

  • Ummeldung: Sie bleiben in der selben Stadt und wechseln die Addresse.
  • Anmeldung: Sie ziehen in eine andere Stadt.
  • Abmeldung: Sie müssen sich nur abmelden, wenn Sie  das Land komplett verlassen.

Somit unterscheiden sich An- und Ummeldung lediglich in der zuständigen Behörde, die Voraussetzungen sind dieselben!

Wie funktioniert die An- und Ummeldung ?

Kurz nach Ihrem Umzug suchen Sie das Einwohnermeldeamt (in manchen Orten Bürgerbüro oder Bezirksamt genannt) Ihres neuen Wohnortes persönlich  auf. Dies tun Sie am besten nach Absprache eines Termins am Telefon oder online. Bringen Sie alle notwendigen Unterlagen, am besten bereits ausgefüllt und unterschrieben, mit.

Meldeformular wird unterschrieben

Welche Unterlagen werden benötigt?

Die folgenden Unterlagen sollten Sie zu Ihrem Termin im Einwohnermeldeamt mitbringen:

  • Personal- sowie Reiseausweise aller Personen die umgemeldet werden müssen
  • Ihr ausgefülltes und unterschriebenes Meldeformular, welches sie online oder vor ort erhalten
  • Wohnungsgeberbestätigung des Vermieters

Was ist eine Wohnungsgeberbestätigung?

Die Wohnungsgeberbestätigung, muss von Ihrem Vermieter ausgestellt werden und dient dazu Ihren Hauptwohnsitz zu verifizieren.

Sie kann schriftlich oder elektronisch ausgestellt werden und muss folgendes enthalten:

  • Name und Anschrift des Vermieters
  • Namen der meldepflichtigen Personen
  • Einzugsdatum
  • Anschrift der Wohnung

Was kostet die Ummeldung?

In der Regel ist die An- bzw. Ummeldung kostenfrei. in manchen Ämtern kann es jedoch vorkommen, dass eine Servicegebühr von 20€ verlangt wird. Daher ist es immer gut ein bisschen Bargeld vor dem Behördengang einzustecken!

Fragen bei der Ummeldung des Wohnsitzes

Welche Fristen sind zu beachten?

Wenn Sie nach bzw. innerhalb Deutschland(s) umziehen, müssen Sie Ihren Wohnsitz in den ersten ein bis zwei Wochen mitteilen. Eine Überschreitung dieser Frist kann zu Ordnungsgeldern von bis zu 500€ führen. Eine Ausnahme von dieser Frist gibt es nicht.

Unsere Tipps für eine stressfreie Ummeldung

  • Schicken Sie eine zuverlässige Vertretung mit ausgestellter Vollmacht, um Ihnen zusätzlichen Stress zu sparen.
  • Für die Ummeldung Ihrer ganzen Familie reicht es auch aus, wenn ein Familienmitglied den Behördengang antritt.
  • Überprüfen Sie, ob in Ihrem Wohnort die Ummeldung per Post möglich ist.
  • Kein Termin mehr frei? Kein Problem, denn Sie können sich auch in dem Bürgerbüro eines anderen Stadtteils ummelden lassen.

Nächste Schritte:

Wir hoffen dieser Artikel konnte Ihre Fragen klären. Vielleicht interessieren Sie sich ja auch für die folgenden Themen: