Gesundheitsvorsorge in Österreich

Gesundheit zählt für die meisten Menschen zum wertvollsten Gut. Bei einem Umzug nach Österreich ist das nicht anders. Die Sicherung der Gesundheitsvorsorge in Österreich ist eine gesetzlich verankerte Aufgabe der öffentlichen Hand. Umfangreiche Leistungen werden in verschiedene Bereiche des Gesundheitssystems erbracht, damit allen Bürgern und Zuwanderern eine hochwertige Gesundheitsversorgung zur Verfügung steht.

In Österreich wird ein Großteil der Mittel des Gesundheitswesens für die Krankenversorgung aufgewendet. Die Gesundheitsförderung und Prävention (alle Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit und zur Vermeidung von Krankheit) nehmen jedoch an Bedeutung zu.

Gesundheitsvorsorge in Österreich

Gesundheitsvorsorge in Österreich

In Österreich gehört die Krankenversicherung zur Pflichtversicherung und muss von jedem, selbstständig und nicht selbstständig Beschäftigten, abgeschlossen werden. Die Versicherungspflicht beginnt automatisch mit Beginn der Beschäftigung und endet auch damit. Angehörige sind automatisch mitversichert, wobei unter bestimmten Voraussetzungen ein zusätzlicher Beitrag gezahlt werden muss.

Generell gibt es keine Wahlmöglichkeiten in welche gesetzliche Krankenkasse der Versicherungsnehmer eintritt, da dies je nach Berufsgruppe und Wohnort abhängt. Allerdings gelten bei der Gesundheitsvorsorge in Österreich einheitliche Beitragssätze und die Leistungen der unterschiedlichen Krankenkassen bewegen sich auf gleichem Niveau, denn diese werden zum Großteil vom Gesetzgeber festgelegt.

Das Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen wurde vom Bund mit der Entwicklung, Umsetzung und regelmäßigen Evaluation eines gesamtösterreichischen Qualitätssystems betraut. Die Konzepte werden im Einvernehmen mit allen wichtigen Entscheidungsträgern des Gesundheitswesens entwickelt.

Österreichische Krankenversicherung

In Österreich gilt generell die Meldepflicht. Innerhalb von drei Tagen nach Bezug der Wohnung muss man sich beim Gemeindeamt anmelden. Um zugelassen zu werden ist ein Nachweis über einen in Österreich geltenden Krankenversicherungsschutz nötig.

Die Kostenfrage beginnt schon bei der Wahl des Arztes, denn es wird zwischen Vertragsärzten und Wahlärzten unterschieden. Während die Kassen die Kosten bei einem Vertragsarzt voll übernehmen, müssen Patienten bei einem Wahlarzt 20% der anfallenden Gebühren selbst tragen. Eine Über­sicht der zugelassenen Vertragsärzte ist in der Regel auf den In­ternetseiten der Gebietskrankenkassen verfügbar und oft auch in Broschüren erhältlich.

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Ärzte vor Ort

Um während des Aufenthalts in Österreich den richtigen Arzt zu finden, können Sie auf die Internetseite der Gesundheitsvorsorge zurückgreifen.

Bei einem Arztbesuch sollten immer zwei Dinge mitgenommen werden: die e-Card, die seit dem Jahr 2005 den alten Krankenschein abgelöst hat, und die Geldbörse. Auch hier müssen Versicherte eine Kostenbeteiligung tragen, die in manchen Fällen hoch sein kann. Wer allerdings unter einer gewissen Einkommensgrenze liegt, kann sich von den „Selbstbehalten“ – wie die Zuzahlungen in Österreich genannt werden – befreien lassen.

Wir haben ihr Interesse geweckt und sich möchten sich weiter informieren über einen Auslandsaufenthalt in Österreich? Dann können ihnen folgende Artikel sicherlich weiterhelfen: „Wohnen in Österreich“ und „Visum in Österreich„.