Umzug nach Frankreich

Erhalten Sie die wichtigsten Informationen rund um den Umzug nach Frankreich. Erfahren Sie wie Sie Schritt für Schritt beim Umzug nach Frankreich vorgehen sollten, was es zu beachten gibt und fordern Sie gleich jetzt kostenlose Umzugsangebote für den Umzug nach Frankreich an.

  1. Kosten für den Umzug nach Frankreich prüfen
  2. Aufenthaltsgenehmigung beantragen
  3. Wohnung in Frankreich suchen
  4. Gültigkeit von Ausweises und Reisepass prüfen
  5. Geburtsurkunde beantragen
  6. Dokumente für den Mietvertrag besorgen
  7. Wohnungsabnahmeprotokoll ausfüllen
  8. Hausratsversicherung abschließen
  9. Wohnsteuer in Frankreich bezahlen
  10. Strom-, Gas- und Telefonanbieter finden
  11. Umzugsangebote für den Umzug nach Frankreich einholen
  12. Zollbestimmungen nachlesen
  13. Wohnsitz in Deutschland abmelden
  14. Französisches Bankkonto eröffnen
  15. Französische Sozialversicherungsnummer beantragen
  16. Job in Frankreich suchen
  17. Auto ummelden 

Die Kosten für den Umzug nach Frankreich

Hier finden Sie einen Überblick über die durchschnittlichen Kosten für einen Umzug nach Frankreich:

UmzugsgrößeKosten für den Umzug nach Frankreich
1 Zimmerwohnung1.200 – 1.800 Euro
2 Zimmerwohnung1.600 – 2.200 Euro
3 Zimmerwohnung1.900 – 2.600 Euro
4 Zimmerwohnung2.400 – 3.300 Euro

Beachten Sie,  dass es sich bei diesen Angaben um Durchschnittswerte handelt. Die Kosten für einen Umzug ins Ausland sind von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Wenn Sie mehr hierzu erfahren möchten oder wissen möchten, wie internationale Möbelspeditionen die Preise für einen Umzug festlegen, sollten Sie einen Blick auf unseren Artikel über die Kosten für einen internationalen Umzug werfen. Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie bei Ihrem Umzug sparen können, sollten Sie unbedingt unsere Liste mit Spartipps anschauen.

Sie möchten die exakten Kosten für Ihren Umzug nach Frankreich erfahren?

Kein Problem! Auf Sirelo können Sie mit dem ausfüllen des Online-Anfrageformulars kostenlos bis zu fünf Kostenvoranschläge von unterschiedlichen Umzugsunternehmen und damit einen realistischen Überblick über den Preisrahmen Ihres Umzugs erhalten.

Aufenthaltserlaubnis in Frankreich

Als EU-Bürger werden Sie in Frankreich keine Aufenthaltserlaubnis benötigen, um sich niederzulassen. Sie sind lediglich dazu verpflichtet, Ihren neuen Wohnort bei der zuständigen französischen Meldebehörde anzumelden. Eine französische Aufenthaltsgenehmigung kann dennoch von Vorteil sein, da sie mit dieser sogenannte „carte de séjour“ Zugang zu diversen Staatshilfen, wie zum Beispiel zu Wohnungszuschüssen, o.Ä. bekommen.

Beantragt werden kann die „carte de séjour“ auf drei verschiedenen Wegen:

  1. Bei der für Ihren Wohnsitz zuständigen Verwaltungsbehörde (Préfecture, Sous-Préfecture),
  2. Im Rathaus (Mairie) oder
  3. Bei der örtlichen Polizeibehörde (Commissariat de Police)

Die Wohnungssuche in Frankreich

Im Folgenden finden Sie eine Liste verschiedener Internetseiten, die Ihnen bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Haus in Frankreich helfen können.

Wohnung mieten in Frankreich

Um in Frankreich eine Wohnung mieten zu können, werden Sie folgende Dokumente benötigen:

  1. einen gültigen Personalausweis oder Reisepass,
  2. einen Arbeitsvertrag,
  3. den Nachweis eines französischen Bankkontos

Außerdem kann in einigen Fällen nach einem französischen Bürgen verlangt werden. Mietverträge sind in Frankreich in der Regel befristet. Darüber hinaus haben Sie auch in Frankreich zu Beginn des Mietverhältnisses eine Kaution in Höhe einer Kaltmiete zu zahlen.

Die folgende Tabelle enthält die durchschnittlichen Mietpreise in verschiedenen Städten Frankreichs:

Durchschnittsmiete (kalt)Einzimmerwohnung (20m²)Zweizimmerwohnung (45m²)
Paris939 €1522 €
Marseille466 €614 €
Lyon514 €715 €
Toulouse450 €562 €
Strasbourg464 €656 €
Montpellier466 €622 €
Bordeaux513 €683 €
Strasbourg464 €656 €

Gut zu wissen: Anders als in Deutschland wird die Miete nicht per Lastschrift oder Dauerauftrag, sondern per Scheck bezahlt.

Sie sollten Sie sich vor Ihrem Umzug nach Frankreich außerdem mit den folgenden Dingen auseinandergesetzt haben.

Das Wohnungsabnahmeprotokoll (état des lieux) in Frankreich

Es ist üblich vor Unterzeichnung des Mietvertrages gemeinsam mit dem Vermieter die Wohnung auf Mängel  zu untersuchen. Diese werden in einem vorgefertigten Wohnungsabnahmeprotokoll (état des lieux) festgehalten, welches anschließend von beiden Parteien unterzeichnet wird.

Die französische Hausratversicherung (assurance multirisque habitation)

In Frankreich sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet mit Beginn des Mietverhältnisses über eine Hausratversicherung zu verfügen. Sie können eine solche über die Internetseite der jeweiligen Versicherung abschließen. Es ist ratsam verschiedene Hausratsversicherung miteinander zu vergleichen, bevor Sie sich für eine der Versicherungen entscheiden.

Gut zu wissen: Der Vermieter ist dazu berechtigt einen Nachweis über eine solche Hausratsversicherung zu verlangen.

Die französische Wohnsteuer (taxe d’habitation)

Jeder, der in Frankreich einen Wohnsitz hat, hat die französische Wohnsteuer, die „taxe d’habitation“, zu zahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Haus oder eine Mietwohnung handelt. Die Wohnsteuer beträgt in der Regel zwischen einer halben bis ganzen Monatsmiete. Sie ist gegen Ende des Kalenderjahres zu zahlen. Oft sind Nebenkosten und Wohnsteuer in einem zu zahlen. Den genauen Betrag der Wohnsteuer erfahren Sie bei Ihrem Vermieter. Darüber hinaus fällt für Hausbesitzer zusätzlich zur Wohnsteuer, die französische Grundsteuer, die „taxe foncière“, an. Da jede Gemeinde ihre Hebesätze selbst festlegt, ist es empfehlenswert sich noch vor dem Umzug mit den Hebesätzen und Abgaben der jeweiligen Gemeinde auseinanderzusetzen.

Wenn Sie mehr über die verschiedenen Steuern in Frankreich erfahren möchten, sollten Sie sich den Artikel „Steuern in Frankreich“ anschauen.

Umzug nach Paris

Strom-, Gas- und Telefonanbieter in Frankreich

Der Strom und das Gas werden in Frankreich von den staatlichen Anbietern EDF (Électricité de France) und GDF (Gas de France) bereitgestellt. Ist Ihre Unterkunft bereits an das Gas- und Stromnetzwerk angeschlossen, brauchen Sie lediglich die Freischaltung beim nächstgelegenen EDF/GDF-Büro beantragen. Dies wird Sie in etwa 15 Euro kosten.

In Frankreich existiert lediglich ein einziger Telefonanbieter: France Telecom. Nur über diesen können Sie an das französische Festnetz angeschlossen werden.

Umzugsangebote für den Umzug nach Frankreich

Wie Sie das günstigste Umzugsunternehmen für Ihren Umzug nach Frankreich finden? Vergleichen Sie die Angebote verschiedener Umzugsunternehmen und sparen Sie so eine Menge Geld. Sie können dazu das Online-Anfrageformular auf Sirelo.de nutzen. Dort erhalten Sie mit dem Absenden nur einer Anfrage die Umzugsangebote von bis zu fünf professioneller Umzugsunternehmen und können sich so für das beste Umzugsangebot für Ihren Umzug nach Frankreich entscheiden. Wir können Ihnen zudem unsere Liste der Top 10 internationalen Umzugsunternehmen empfehlen.

Die Zollbestimmungen in Frankreich

Innerhalb des Zollgebiets der Europäischen Union können Sie Ihren Hausrat zollfrei und problemlos über jegliche Grenzen hinweg mitnehmen. Sie müssen Ihr Umzugsgut weder anmelden noch verzollen. Doch aufgepasst! Nicht ganz Frankreich ist Teil des Zollgebiets. Neukaledonien, Saint-Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna, Französisch-Polynesien und die Französischen Süd- und Antarktisgebiete liegen außerhalb des Zollgebiets der EU. In diesen Teilen Frankreichs haben Sie gesonderte Vorschriften zu beachten.

Wohnsitz in Deutschland abmelden

Sie sollten nicht vergessen vor Ihren deutschen Wohnsitz beim zuständigen Einwohnermeldeamt abzumelden. Welchen anderen Institutionen Sie von Ihrem Umzug ins Ausland erzählen sollten, erfahren Sie in unserer umfassenden Auslandsumzug Checkliste.

Eröffnung eines französischen Bankkontos

Um ein französisches Bankkonto eröffnen zu können, werden Sie die folgenden Unterlagen benötigen:

  • Ihr Personalausweis
  • einen Einkommensnachweis und
  • den Nachweis über einen festen Wohnsitz in Frankreich

Wichtig: Ohne den Nachweis eines festen Wohnsitzes kann in Frankreich kein Konto eröffnet werden. Jedoch kann ohne ein französisches Bankkonto in den meisten Fällen keine Wohnung gemietet werden. Es handelt sich um ein gängiges Problem in Frankreich. Es ist empfehlenswert Ihren Vermieter darum zu bitten, Ihnen vorläufig den Wohnsitz zu bestätigen, damit Sie ein Bankkonto eröffnen können.

Hier finden Sie eine Liste verschiedener Banken in Frankreich:

Beantragung einer französischen Sozialversicherungsnummer

Wer sich in Frankreich niederlassen möchte, benötigt eine französische Sozialversicherungsnummer („numero de securité social”). Diese kann gemeinsam mit der staatlichen Krankenversicherung bei der „Assurance Maladie“ beantragt werden. Dort sollten Sie folgende Dokumente vorlegen können:

  • Ihren Personalausweis oder Reisepass,
  • den Nachweis eines Bankkontos in Frankreich,
  • einen Arbeitsvertrag,
  • den Nachweis über einen Wohnsitz in Frankreich,
    eine aktuelle Abrechnung über Wasser oder Strom
  • einen Nachweis über die vorherige Krankenversicherung
  • eine beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde

Wichtig: Alle Dokumente (v.a. die Geburtsurkunde) sollten Sie in beglaubigter französischer Übersetzung vorlegen können.

Die staatliche Krankenversicherung übernimmt im Krankheitsfall 70 Prozent der anfallenden Kosten. Zusätzlich bieten viele französische Arbeitgeber ihren Angestellten eine private Zusatzkrankenversicherung als Zusatzleistungen an.
Gut zu wissen: Während der ersten drei Monate in Frankreich ist ein jeder automatisch bei der „Assurance Maladie“ krankenversichert.

Umzug nach Frankreich

Arbeiten in Frankreich

Noch immer leidet Frankreich unter einer hohen Arbeitslosigkeit. Dennoch haben High-Tech Branchen wie die Elektronik in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt und Arbeitskräfte im Bereich Industrie, Energie und Umwelt sind derzeit sehr gefragt.

Arbeitsbedingungen

Wer seine Arbeit in Deutschland aufgibt und eine neue in Frankreich beginnt, kann sich auf einige Unterschiede freuen. Die meisten Arbeitsverträge sind unbefristet und lauten über 35 Arbeitsstunden pro Woche. Darüber hinaus werden Überstunden mit 25 oder zum Teil auch 50 Prozent Zuschlag vergütet. Ferner liegt der Mindestlohn in Frankreich mit 9,88 Euro deutlich höher als in Deutschland. Zusätzlich liegt die Anzahl an Urlaubstagen pro Jahr mit 30 Werktagen über dem deutschen Durchschnitt.

Weitere Informationen zum Thema Arbeiten in Frankreich finden Sie in unserem Artikel „Arbeit in Frankreich„.

Arbeitslosengeld

In manchen Fällen ist es möglich den Anspruch auf Arbeitslosengeld aus Deutschland für drei Monate nach Frankreich mitzunehmen. Mehr Informationen bezüglich des Antrages, etc. erhalten Sie bei der Agentur für Arbeit.

Umzug nach Frankreich mit Auto

Sofern Sie Ihr Auto mit nach Frankreich nehmen, sind Sie dazu verpflichtet nach spätestens einem Jahr Ihr Auto in Frankreich anzumelden. Um Ihr Auto ummelden zu können, werden Sie die folgenden Dokumente benötigen:

  1. den Kaufvertrag oder die Rechnung
  2. den Fahrzeugbrief
  3. die deutsche Anmeldebestätigung
  4. die Bescheinigung des französischen Finanzamts über die Mehrwertsteuerbefreiung
  5. die EU-Konformitätsbescheinigung
  6. den Nachweis der deutschen Hauptuntersuchung
  7. den Nachweis über einen französischen Wohnsitz
  8. Ihr Personalausweis oder Reisepass

Gut zu wissen: Als Nachweis des Wohnsitzes genügt eine aktuelle Strom-, Wasser- oder Telefonrechnung.

Weitere Informationen

Sie haben noch immer Fragen zum Umzug nach Frankreich? Vielleicht können Ihnen die folgenden Artikel weiterhelfen.