Erfahrungsinterview: Umzug in die USA

Letzte Aktualisierung am 22. Februar 2021, Diana Tran

 Sag Ihnen die Stadt Rochester Hills was? Rochester… what? I’m sorry… Es ist eine Stadt im Oakland County im US-Bundesstaat Michigan.

In diesem Erfahrungsbericht spricht S. Schwutke zu dem Thema Beiladung um eine Fracht von Deutschland in die USA. Sind Sie neugierig, wie ein Umzug in die USA funktioniert? Dann lesen Sie weiter und erhalten Sie Tipps aus erster Hand.

Erzählen Sie doch etwas über sich

Mein Name ist S. Schwutke und ich lebe seit 25 Jahren mit meinem Mann in den USA. Ich habe sowohl 3 Kinder als auch 3 Schwester.

Wie ist das Leben in den USA?

In den USA zu leben hat so seine Vor- und Nachteile, weil die ganze Familie in Deutschland ist. Es ist eben nicht möglich zu jedem Geburtstag zu gehen.

Was war der Grund für den Umzug in die USA?

Wir hatten das Problem, dass mein Vater seine Wohnung verkleinert hat. Dadurch ist es zur Haushaltsauflösung gekommen, weil seine neue Bleibe sehr viel kleiner ist. Dann hat sich die Frage mit den Möbeln gestellt, die noch aus der Zeit stammen, wo wir als Familie in Spanien gewohnt haben. Von Schränken und Uhren bis hin zu den Tischen und Stühle und alles Mögliche. Wir haben es dann unter uns 3 Schwestern aufgeteilt. Plötzlich stand ich da mit einem großen Tisch mit Stühlen in Deutschland. Die stand im alten Flur in der alten Wohnung meines Vaters und mussten irgendwann dementsprechend auch irgendwann weg. Wir haben dann lange überlegt den Möbeln einzulagern. Aber wie lange macht man das und was passiert dann?

Also haben wir beschlossen, dass wir den Tisch eben in die USA transportieren. Uns war vornerein klar, dass es eine Beifracht sein wird. Bei der Beifracht ist es ja so, dass man warten muss, bis die Container voll ist. Ich weiß nicht, wie voll er schon war, bevor ich meinen Auftrag gegeben habe. Außerdem war mir die Zeitrahmen egal sind, da wir nicht unter Zeitdruck standen.

Wann haben Sie mit der Planung angefangen?

Ich glaube das muss letztes Jahr Anfang Sommer gewesen sein, weil da meine Schwester ein Machtwort ausgesprochen hat. Wir haben dann irgendwann Ende Juli/ August mit der Planung angefangen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Umzug per Beifracht, also von Deutschland bis Michigan ca. 10 Wochen oder sogar weniger gedauert hat. Aber es hat auch 2 Wochen gedauert bis die Möbelpacker in Deutschland aufgetaucht sind.

Wie haben Sie sich für ein Umzugsunternehmen entschieden?

Wir haben im Internet nach einem passenden Umzugsunternehmen recherchiert, was es so an Angeboten gibt und haben auch einige E-Mails geschrieben, nachdem wir ungefähr berechnet haben wie viel Raum wir haben. Aus diesem Grund haben wir uns verschiedene Angebote eingeholt und das war recht interessant, weil der Preisrahmen sich deutlich unterschieden hat. Manche Firmen haben eine unglaubliche Liste geschrieben, was wir noch alles beizubringen hätten. Einige haben sich mit den Raummaßen total vertan. Letztendlich haben wir uns nach ein paar Telefonaten an die Deutsche Möbelspedition (DMS) gewandt, die auf unsere Anfrage reagiert haben.

Was war bei Ihnen bei der Wahl des Umzugsunternehmens wichtig?

Hauptsächlich war mir die Kompetenz wichtig, die ausgestrahlt wurde. Ich habe mich da sehr verstanden gefühlt. Die Mitarbeiterin wusste sofort was ich wollte. Sie war immer erreichbar und es gab immer sofort eine Antwort und die Erklärung, wie das alles funktioniert. Das fand ich sehr professionell und kompetent!

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Wie ist Ihr Umzugstag verlaufen?

Es hat wie gesagt 2-3 Wochen gedauert, bis die Möbelpacker erschienen sind. Meine Schwester hat gemeint, dass die Möbelpacker pünktlich waren. Jedoch sind Sie zu der falschen Adresse gefahren. 😀 Aber es war nicht so schlimm! Die haben alles eingepackt und danach habe ich mit schöner Regelmäßigkeit-E-Mail Updates bekommen, wo denn jetzt meine Fracht ist. Irgendwann im Januar oder vor Weihnachten kam es in New York an. Folglich kam eben die E-Mail: „Jetzt haben wir übernommen“, was auch immer die Fracht Gesellschaft da war. Es wird ausgepackt und verteilt, denn es war ja nur eine Beifracht. Dann kam der nächsten E-Mail – so nach dem Motto: „Jetzt ist es im LKW“. Irgendwann kam der Anruf von der lokalen Spedition, wann Sie auftauchen können.

Im Großen und Ganzen ging alles reibungslos und ich bin sehr zufrieden!

War der Umzug trotz Corona-Krise möglich bzw. Gab es Hindernisse?

Es gab überhaupt keine Komplikationen. Nachdem wir den Auftrag erteilt hatten, hat es rund 2-3 Wochen gedauert. Um ehrlich zu sein war das schlimmste eigentlich der ganze Papierkram, die wir ausfüllen mussten.

Hat Ihr Umzug in die USA so viel gekostet, wie Sie dachten?

Nein, daran hat sich eigentlich nichts geändert. Es war alles so wie am Anfang abgesprochen. Es war zwar ein bisschen teurer als ich es gewünscht hätte. Dennoch glaube ich, dass die Kosten sich durchaus sehen lassen können. Ich hatte ja noch andere Angebote eingeholt und es gab schon ein paar Ausreißer nach oben!

Beifracht

Wenn Sie zurückblicken, was wünschten Sie vor Ihrem Umzug in die USA gewusst zu haben?

Es ist alles extrem gut gelaufen. Ich hatte keinen Zeitdruck und daher war es auch nicht ein Umzug in dem Sinne. Ich kann nur sagen als wir damals hierhergezogen sind, hatten wir das Problem mit dem Wetter. Unser Container ist einen Monat zu spät angekommen. Die ganzen Weinflaschen haben ihren Korken verloren, weil es gefroren hat. Wir waren auch in einem Hotel bis die Möbel ankamen. 😀

Aber diesmal gab es überhaupt keine Probleme. Es waren keine Flüssigkeiten dabei und es war auch nicht zu kalt. Ich habe gedacht vielleicht ruft der Zoll nochmal an oder irgendwelche Probleme tauchen auf, weil es Holzmöbel sind. Jedoch gab es überhaupt kein Problem! Ich bin nach wie vor sehr zufrieden und der Preis war fair. 😊

Welche Tipps würden Sie anderen Auswanderern mit auf dem Weg geben?

  • Immer genügend Zeit einplanen!
  • Effiziente Kommunikation – genau darstellen was man wie wann braucht. Die Erwartungshaltung muss angepasst werden und erklärt bekommen beispielsweise, dass es eine Weile dauert. Das muss eben kommuniziert werden, dann haben die Menschen auch nicht diese Angstzustände oder Frustration, wenn die Möbel nicht rechtzeitig ankommen.
  • Mein Mann sagt immer „vertrauen“. Es muss von beide Seiten aus kommen, damit es auch klappt!

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Rochester Hills?

In Rochester Hills? 😀 Oh, wir sind ein Vorort von Detroit – hier gibt es relativ viel Landwirtschaft, eines der lebenswertesten Gemeinden in ganz Michigan und sogar in den Vereinigten Staaten. Die Außerdem sind Arbeitskräfte hier extrem gut ausgebildet. Oakland County ist wohlhabend und die Schulen sind hier exzellent.

Detroit ist eine schöne Stadt und man soll sich nicht Angst einflößen lassen. Mit Kindern in Detroit wohnen würde ich aber nicht. Dennoch bietet die Stadt alten Gebäuden aus der Gründerzeit oder das Henrik-Forth-Museum an und vieles mehr. Die haben hier die Fluss Promenade erneuert oder es gibt viele Festivals. Detroit ist zwar nicht ohne Probleme, aber man kann sich schon gut gehen lassen.

Vielen Dank Frau Schwutke für die zahlreichen Tipps! Wir freuen uns, dass der Umzug von Deutschland in die USA so reibungslos verlaufen ist. Wir wünschen Ihnen weiterhin eine tolle Zeit in den USA und bleiben Sie vor allem gesund!

Wollen Sie auch eine Beifracht durchführen? Mithilfe unsere Anfrageformular können Sie bis zu 5 unverbindliche Umzugsangebote einholen und sparen nicht nur Zeit, sondern auch Kosten. Weitere Informationen für einen Umzug ins Ausland erhalten Sie hier:

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