Umzug von den Vereinigten Arabische Emirate in die Schweiz

Auswanderer Interview mit Herr Häcker

Wir haben mit F.M. Häcker gesprochen, um mehr über seine Umzugserfahrung von Dubai nach Romanshorn zu erfahren. Lesen Sie weiter und erhalten Sie Tipps aus erster Hand.

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Erzählen Sie doch etwas über sich.

Ich war als Chirurg für 2,5 Jahre in Dubai und bin Ende letzten Jahres in die Schweiz zurück gegangen.

Was waren Ihr erster Gedanke zum Umzug?

Mein erster Gedanke war, welche der Möbel, die wir in Dubai hatten, umgezogen werden sollen. Wir haben nach einer passenden Firma gesucht, weil wir einige Möbelstücke gerne mitnehmen wollten.

Wann haben Sie mit der Planung angefangen?

Der Umzug war für Anfang Dezember geplant. Dementsprechend haben wir mit der Planung ungefähr 4 Monate im Voraus begonnen.

Wie haben Sie sich für ein Umzugsunternehmen entschieden?

Wir haben unsere Nachbarn bzw. Kollegen gefragt und hatten von Ihnen einige Empfehlungen bekommen. Außerdem hatten wir direkt eine Umzugsanfrage über eine online Plattform gestellt.

Insgesamt standen 5 verschiedene Firmen zur Auswahl. Von jeder Firma war ein/e Mitarbeiter/in vor Ort und hat eine Schätzung abgegeben, was das Volumen, Anzahl Kartons, etc., den zu erwartenden Zeitaufwand und die geplante Transportroute anbelangt. Aus diesen insgesamt fünf Angeboten haben wir das Angebot ausgewählt, das uns am besten zugesagt hat. In diesem Fall haben wir uns für den Leader Relocations LLC entschieden, weil aus unserer Sicht die Einschätzung am plausibelsten erschien

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Worauf haben Sie bei der Auswahl eines Umzugsfirma am meisten geachtet?

Wir haben eine vordefinierte Anzahl an Möbelstücken gehabt und diese sollten bruch- und transportsicher verpackt werden. Es war uns wichtig diesbezüglich seriös beraten zu werden, auch was die alternativen Verpackungsmöglichkeiten betrifft.

War der Umzug trotz Corona Krise möglich bzw. gab es Hindernisse?

Die Auftragsvergabe erfolgte zum Zeitpunkt von Pandemie-bedingt bereits bestehenden Beschränkungen und Restriktionen, so dass dadurch keine zusätzlichen Einschränkungen/Hindernisse auftraten.

Seitens der Firma wurde der 3. Dezember als Packdatum festgelegt (ca. 4 Wochen zuvor). Mehrmals haben wir nachgefragt, ob es wirklich der 3. Dezember sei, da an diesem Datum Nationalfeiertag ist. Wiederholt erhielten wir die Antwort, es sei kein Problem.

Ca. eine Woche vor dem geplanten Datum hat die Umzugsfirma angerufen und gesagt, sie hätten festgestellt, der 3. Dezember sei ein Feiertag, und sie müssen das Datum verschieben.

Zu diesem Zeitpunkt war ich noch berufstätig, und somit nicht in der Lage, so kurzfristig OP-Programm und Sprechstunde in der Klinik zu verschieben. Der Umzug erfolgte dann unter für uns erschwerten Bedingungen ein paar Tage später.

Umzug in die Schweiz

Wie ist Ihr Umzugstag verlaufen?

Das veranschlagte Volumen wurde eingehalten. Da die Kosten und der Zeitrahmen für den Umzug aufgrund des zu transportierenden Volumens berechnet werden, ist es wichtig, dass man im Vorfeld eine Vorstellung und möglichst detaillierte Angaben hat, wie viel Kubikmeter das Umzugsgut enthält. Dies hat der Realität entsprochen. Bis dahin waren wir mit der bisher erbrachten Dienstleistung zufrieden.

Da das Umzugsgut zerbrechliche und empfindliche Gegenstände enthielt, haben wir eine Umzugsversicherung abgeschlossen, die primär über das Unternehmen in Dubai vor Ort angeboten worden ist.

Die Auslieferung in Europa erfolgte ca. 2 Monate später über Schmidt Global Relocations aus den Niederlanden.

Diese Firma hat uns ein Auslieferungsdatum genannt, wonach wir uns sowohl privat als auch beruflich richten mussten. Der seitens der Firma genannte Auslieferungstermin war Anfang Februar zwischen 10-13 Uhr, fürs Auspacken waren ca. 3 Stunden veranschlagt. Effektiv gekommen sind die Mitarbeiter der Firma aber erst gegen 17 Uhr. Durch diese massive Verzögerung waren die Mitarbeiter schon bei Ankunft ihrem Zeitplan hinterher und offensichtlich gestresst. Das Auspacken der Kisten und der Aufbau der Möbel erfolgte unter größtem Zeitdruck und konnte nur unter Mithilfe unsererseits, verteilt auf alle Zimmer gleichzeitig, bewerkstelligt werden. Eine Überwachung der Arbeit, bzw. des Zustands der Möbel war unmöglich. Als offensichtliche Transportschäden zeigte sich an einem Stuhl ein gebrochenes Stuhlbein und an einer Kommode ein abgebrochener Fuss. Alle anderen Schäden wurden nicht kommuniziert. Bei der Dunkelheit (die Wohnung war noch schlecht beleuchtet) und dem überhasteten Verschwinden der Mitarbeiter wurde auch keine gemeinsame Begutachtung durchgeführt.

Die Mitarbeiter der Firma bestätigten diese beiden Schäden auf einem Formular. Wir haben darauf hingewiesen, dass weitere mögliche Schäden erst bei Tageslicht erfasst werden könnten, und dass wir die Überprüfung so schnell als möglich machen würden. Die Mitarbeiter bestätigten, dies sei kein Problem.

Am darauffolgenden Wochenende haben wir Möbel und Umzugsgut erstmals bei Tageslicht gesehen und geprüft und mussten neben den beiden offensichtlichen Schäden zahlreiche bisher nicht erfasste Schäden feststellen. Wir haben diese aufgelistet, fotodokumentiert und diese Information an die beiden beteiligten Firmen geschickt.

Seit Mitte Februar erhalten wir nun während gut zwei Monaten abwechselnd von den beiden beteiligten Firmen diverse Nachrichten, wie sehr sie die Unannehmlichkeiten bedauern, dass sie aber leider nichts für uns tun können, weil bestimmte, zur Schadensregulierung erforderliche Dokumente (die wir nie vorgelegt bekommen haben) nicht vorliegen würden. Von der Versicherung akzeptiert werde nur die Schadensmeldung des gebrochenen Stuhlbeines – dies obwohl die Mitarbeiter der Auslieferungsfirma auch den Schaden an der Kommode gemeldet und versichert haben, dass es kein Problem sei, in Ruhe auf Schäden zu prüfen und diese nachzumelden. Nebenbei bemerkt haben wir im Nachgang u.a. ein Formular per Email bekommen, auf dem selbstverständlich alle Unterschriften fehlen, da es uns nicht vorgelegt wurde. Auf diesem Formular wird dem Kunden empfohlen, gemeinsam mit den Transportmitarbeitern auf Schäden zu prüfen und diese zu dokumentieren!

Auf den Vorschlag, als Minimalleistung uns wenigstens die Gebühr für die Versicherungsprämie zurückzuerstatten ist niemand eingegangen.

Wenn Sie zurückblicken, was wünschten Sie vor Ihrem Umzug gewusst zu haben?

Es ist vollkommen klar, dass bei einem solchen Umzug mit Transportschäden zu rechnen ist. Von seriösen Umzugsfirmen, die entsprechende Versicherungen anbieten, erwarten wir seriöse Geschäftspraktiken und einen professionellen Umgang mit dem Management möglicher Kollateralschäden. Bei Abschluss einer Transportversicherung sollte diese dann auch für Transportschäden aufkommen. Das Handeln der Firma aus den Niederlanden ist völlig mangelhaft.

Leider ist es wohl für Privatkunden kaum möglich, im Vorfeld diesbezüglich zuverlässige Informationen zu erhalten.

Hat Ihr Umzug so viel gekostet, wie Sie dachten?

Die Umzugskosten richten sich nach dem Volumen des Umzugsgutes. Da dieses im Rahmen der Messgenauigkeit realistisch und korrekt erfasst wurde, waren die Kosten nicht höher als veranschlagt.

Was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Dinge, die man vor dem Umzug wissen sollte?

Eine realistische Einschätzung des Umzugsvolumens und der geplanten Transportroute sind unseres Erachtens wichtige Aspekte. Je nach Auftragslage transportieren einige Firmen häufig und schnell vom Mittleren Osten nach Großbritannien. Für uns hat die Route über Rotterdam jedoch einen vermuteten Zeitgewinn erbracht.

Hätten wir das kooperierende Umzugsunternehmen aus Rotterdam gekannt, so hätten wir lieber länger auf unsere Möbel gewartet und dieses anhaltende Ärgernis verhindert.

Was gefällt Ihnen am besten in Romanshorn?

Die zentrale Lage mit kurzer Distanz zum Bodensee.

Vielen Dank Herr Häcker für das Interview! Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute in der Schweiz und bleiben Sie vor allem gesund!