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Steuern in Spanien

Steuern in Spanien

Finden Sie alle wichtigen Aspekte des Steuersystems in Spanien und wie Sie Steuererklärungen Spanien stressfrei abgeben können.

Was können Sie hier finden?

Steuerpflicht in Spanien

Wenn Sie nach Spanien umziehen, sind Sie auch dort steuerpflichtig. Bei der Einkommen- und Vermögenssteuer spielt allerdings die Residenz in Spanien eine wesentliche Rolle.

Zwar ist es keine Pflicht, Kinder (ab 14 Jahren) beim Finanzamt anzumelden, dennoch könnte es vorteilhaft sein. Ab dem 14. Lebensjahr ist die spanische Steuernummer NIE die Voraussetzung dafür, dass das Kind in die Einkommensteuer der Eltern einbezogen wird, damit Freibeträge und Vergünstigungen in Anspruch genommen werden können.

Informieren Sie sich über alle Schritte, die Sie für Ihren Auslandsumzug benötigen und sparen Sie Zeit und Kosten.

Wie hoch sind die Steuern in Spanien? | Renta

Die Steuern in Spanien sind vergleichbar mit Deutschland. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Steuern Spanien für Ausländer und Steuersätze in Spanien.

Mehrwertsteuer Spanien (IVA)

Die Mehrwertsteuer bzw. Umsatzsteuer heißt in Spanien IVA (Impuesto sobre el Valor Añadido) und beträgt 21% (Stand: Februar 2024).

Sie gilt für Waren und Dienstleistungen innerhalb des Landes und kann bei bestimmten Kategorien von Gütern und Dienstleistungen niedriger sein – z.B. bei medizinischen oder pharmazeutischen Produkten.

Für Grundnahrungsmittel wie Brot und Eier gilt in Spanien grundsätzlich der ermäßigte IVA-Satz von 4 %.

Vermögensteuer

Wer seinen Steuersitz in Spanien angemeldet hat, ist vermögenssteuerpflichtig. Es müssen alle Vermögenswerte und wirtschaftlichen Rechte versteuert werden, die jeweils am 31. Dezember in Ihrem Besitz sind. Dies ist unabhängig davon, wo sich die Vermögenswerte befinden. Der allgemeine Steuerfreibetrag liegt bei 700.000 €; regionale Abweichungen und eine Erklärungspflicht bei einem Bruttovermögen über 2 Mio. € sind zu beachten.

Der Steuersatz für die Vermögensteuer in Spanien ist progressiv. Die Skala reicht von 0,2 % für Vermögenswerte, die die Mindest-Freibeträge um bis zu 167.129,45 € überschreiten, bis zu 3,5 % für die letzte Stufe für Vermögenswerte, die 10.695.996,06 € oder mehr übersteigen (Stand: 2024). Dabei sind eventuelle regionale Regelungen zu berücksichtigen.

Grunderwerbsteuer und Mehrwertsteuer Spanien

Beim Immobilienkauf in Spanien fallen verschiedene Gebühren und Kosten an. Dazu gehören die Grunderwerbsteuer oder die Mehrwertsteuer Spanien (IVA).

Wenn Sie eine neue Immobilie in Spanien kaufen, müssen Sie mehr Steuern zahlen. Das liegt daran, dass sie für neu gebaute Häuser in Spanien IVA zahlen. Diese beträgt 10% des Kaufpreises (Stand: 2024). Zusätzlich fällt eine Beurkundungssteuer an (AJD) – zwischen 1 % und 1,5%.

Für bereits im Besitz befindliche Häuser gilt diese Steuer nicht. Bei Gebrauchtimmobilien in Spanien ist die wichtigste Steuer die Grunderwerbssteuer (ITP). Die Spanien Steuersätze hängen vom Kaufpreis und der Region ab, in der sich die Immobilie befindet – in der Regel zwischen 6 % und 10 %.

Arbeiten in Spanien – Gehälter und Einkommensteuer

Wer in Spanien arbeiten möchte, kann über Vermittler-Büros oder Online-Portale passende Jobs finden. Bewerbungen sollten bestenfalls auf Spanisch verfasst sein. Bei internationalen Unternehmen reicht Englisch.

Das Erlernen der spanischen Sprache ist jedoch empfehlenswert.

Spanien Durchschnittseinkommen (Stand: Sept. 2023)

In Spanien liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen bei ungefähr 33.000 EU pro Jahr. Damit liegt der Spanien Gehalt Durchschnitt deutlich unter dem deutschen (knapp 47.000 EU). Laut Statistik werden in Städten wie Madrid, Barcelona, Valencia oder Sevilla höhere Gehälter gezahlt. Das niedrigste Spanien Durchschnittseinkommen wird in der Extremadura gezahlt, gefolgt von den Kanarischen Inseln.

Arbeitszeiten Spanien

In der Regel beginnt ein Arbeitstag zwischen 8 und 9 Uhr morgens und endet zwischen 17 und 18 Uhr. Die Mittagspause dauert je nach Branche und Unternehmen mindestens 1 – 2 Stunden. Die wöchentliche Höchstarbeitszeit in Spanien beträgt 40 Stunden.

Spanien Steuern für Ausländer

Schauen wir uns also an, welche Steuern in Ihrem Fall in Spanien anfallen und welche Steuersätze gelten:

Residenz und Steuererklärungspflicht

Beachten Sie, dass die Residenz in Spanien eine wesentliche Rolle spielt: Wenn Sie sich weniger als 183 Tage im Jahr in Spanien aufhalten, dann gelten Sie als Nicht-Resident. In diesem Fall sind Sie dazu verpflichtet, Einkommensteuer Spanien (IRPF) und Vermögenssteuer zu zahlen, die auf Ihr Einkommen berechnet werden. Bei einem Aufenthalt von mehr als 183 Tagen im Jahr müssen Sie eine normale Einkommenssteuererklärung abgeben. Hierbei werden alle Arten von Einkommen einbezogen.

Hinweis: Auch wenn Sie Ihren Umzug nach Spanien im Juli oder November durchgeführt haben, gilt das ganzjährige Welteinkommensprinzip. Sprich, für Sie als Resident gilt die Steuerpflicht für das komplette Kalenderjahr.

Einkommensteuer – Steuern Spanien vs. Deutschland

Tatsächlich ist die Steuerpflicht in Spanien anders als in Deutschland. In Deutschland müssen Sie für die Einkommensteuer einen Veranlagungsvorschlag einreichen. In Spanien hingegen gibt es keine Steuerklassen wie in Deutschland.

Die Einkommensteuer (IRPF) ist für steuerlich Ansässige progressiv und setzt sich aus staatlichen und regionalen Anteilen zusammen.

Einkommensteuer Spanien Tabelle (staatlicher Anteil)

Zu versteuernde BemessungsgrundlageStaatlicher Steuersatz
Bis 12.450 €9,5 %
12.450 € – 20.200 €12 %
20.200 € – 35.200 €15 %
35.200 € – 60.000 €18,5 %
60.000 € – 300.000 €22,5 %
Über 300.000 €24,5 %

Die Tabelle zeigt ausschließlich den staatlichen Anteil der allgemeinen Einkommensteuer. Hinzu kommt der regionale Anteil, dessen Höhe von der autonomen Gemeinschaft abhängt. Die Steuersätze gelten jeweils für den entsprechenden Teil der Bemessungsgrundlage, nicht pauschal für das gesamte Einkommen.

Bei steuerlicher Ansässigkeit in Spanien ist grundsätzlich das Welteinkommen anzugeben. Bei Mieteinnahmen aus Deutschland regelt das Doppelbesteuerungsabkommen, welchem Staat das Besteuerungsrecht zusteht und wie eine Doppelbesteuerung vermieden wird.

Steuern in Spanien für Selbständige

Auch Selbstständige unterliegen bei steuerlicher Ansässigkeit grundsätzlich der progressiven Einkommensteuer (IRPF); die Höhe hängt unter anderem vom Einkommen und der autonomen Gemeinschaft ab. Ab diesem Jahr müssen alle Selbständigen und Freiberufler eine jährliche Steuererklärung abgeben. Das gilt auch, wenn sie keine Tätigkeit angemeldet haben.

Steuern in Spanien für Unternehmen

Der allgemeine Steuersatz in der Körperschaftssteuer liegt in Spanien bei 25%. Reduzierte Steuersätze gelten bei einem Umsatz von bis zu 1.000.000 € (23%) und für die ersten Gewinnjahre bei Neugründung (15%). Bei sogenannten innovativen Start-up-Gründungen kann der Steuersatz von 15% für 4 Gewinnjahre angewendet werden. Des Weiteren gibt es auf den Balearen und den Kanarischen Inseln besondere steuerliche Investitionsvergünstigungen, die jeweils unterschiedlichen gesetzlichen Voraussetzungen unterliegen.

Kapitalertragsteuer Spanien

Kapitalertragsteuer Spanien (CGT) wird auf Verkaufsgewinne von Aktien, Immobilien, Staatsanleihen, Vermögenswerte und Investitionen erhoben. Für Steueransässige in Spanien beginnt die Kapitalertragsteuer bei 19% auf den ersten realisierten Gewinn von bis zu 6.000 €, 21% bei 6.000 € – 50.000 €. Bei Gewinnen über 50.000 € sind es 23%.

Steuern Mallorca

Selbstverständlich müssen Sie auch auf der Insel Mallorca als Resident Spanien Steuern zahlen. Einen Unterschied gibt es allerdings beim Erwerb von Immobilien. Auf Mallorca gilt die spanische Mehrwertsteuer (IVA), nicht die IGIC der Kanarischen Inseln. Bei Neubauten fällt in der Regel 10 % IVA an; bei Bestandsimmobilien ist grundsätzlich die regionale Grunderwerbsteuer (ITP) maßgeblich. Für Unternehmen bietet Mallorca ebenfalls erhebliche Steuervergünstigungen.

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Steuererklärungen Spanien

Die Steuererklärung in Spanien können Sie entweder selbst erledigen oder einem Steuerberater überlassen. Neben der Einkommensteuererklärung Spanien sollten Sie unter anderem auch Einkommen aus Mieteinnahmen, Selbständigkeit, Kapitalerträge und Lebensversicherung deklarieren:

  • Declaración abreviada: Persönliches Einkommen aus Arbeit und Investitionen.
  • Declaración simplificada: Kapitalerträge aus Miete, Landbau, usw.
  • Declaración ordinaria: Alle übrigen Einkommen, betrieblichen Aktivitäten und Gewinnen.

Die jährliche Einkommensteuererklärung wird in Spanien üblicherweise von April bis Ende Juni für das vorangegangene Steuerjahr abgegeben. Für Selbstständige können zusätzlich unterjährige Erklärungspflichten gelten. Bei verspäteter Abgabe oder Zahlung können Zuschläge anfallen.

Tipp: Steuern kann kompliziert sein, daher möchten wir Ihnen helfen und das Ganze vereinfachen. Mithilfe der App können Sie über den QR-Code der Agencia Tributaria Ihre Steuererklärung führen.

Steuern in Spanien sparen

Grundsätzlich gibt es verschiedene Steuerfreibeträge in Spanien. Darüber hinaus sind die Freibeträge sowohl vom Alter des Steuerpflichtigen als auch der Familienmitglieder abhängig, die mit Ihnen unter einem Dach wohnen.

ArtenBeispiele
Gastos deducibles (abzugsfähige Aufwendungen)Arbeit, Vermietung, Kapitalerträge (brutto)
Reducciones (Besteuerungsgrundlage vermindern)Vermietung, Selbständigkeit (netto)
Deducciones (Abzug vom zu zahlenden Steuerbetrag)Spenden, Abzüge für Mietkosten in manchen Provinzen

Häufig gestellte Fragen

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