Gesundheitsvorsorge in der Schweiz

Um im Leben gut abgesichert zu sein, ist eine Krankenversicherung nötig. Vor allem bei einem Umzug ins Ausland, oder wie in diesem Fall ein Umzug in die Schweiz, sollte man sich dafür gut im Vorfeld über die Möglichkeiten vor Ort informieren. Sirelo hat Ihnen folgend alles Wissenswerte zum Thema Gesundheitsvorsorge in der Schweiz zusammengestellt.

Gesundheitsvorsorge in der Schweiz

Gesundheitsvorsorge in der Schweiz

In der Schweiz ist jeder Einwohner, unabhängig von der Staatsangehörigkeit, verpflichtet sich bei einer Krankenkasse zu versichern. In speziellen Fällen wird eine ausländische Versicherung akzeptiert. Die Krankenkassen sind in der Schweiz ausschließlich privatwirtschaftliche Unternehmen, welche gesetzlich verpflichtet sind, jeden in die Grundversicherung mit aufzunehmen, sofern die Person im Tätigkeitsgebiet der Kasse wohnt. Der Mitgliederbeitrag (Prämie) ist eine Kopfprämie. Diese ist einkommensunabhängig, variiert abhängig von Krankenkasse, Kanton und Altersgruppe. Einkommensschwache Personen bekommen von staatlicher Seite individuelle niedrigere Prämientarife.

Krankenversicherung

In der Schweiz gibt es die gesetzliche Versicherung sowie die Privatversicherung, welche zur Grundversicherung noch erweitertet Leistungen anbietet.

Die Behandlungsgebühren sind in privaten Krankenhäusern erheblich teurer, da diese ausschließlich dadurch finanziert werden. Die gesetzliche Grundversicherung deckt aufgrund dessen keine Aufenthalte in Privatkliniken ab.

Staatliche Krankenhäuser werden neben den Behandlungsgebühren auch durch Zuschüsse von Kantonen und Gemeinden finanziert. Ambulante Behandlungen werden in der ganzen Schweiz und bei jedem zugelassenen Leistungserbringer gedeckt.

Zahnarztbehandlungen werden, abgesehen von Ausnahmen, generell nicht von den Krankenkassen bezahlt.

Bei Unfällen ist jeder Angestellte durch das Unfallversicherungsgesetz (UVG) versichert. Es gibt eine selbständige Unfallversicherung des öffentlichen Rechts (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt), andererseits bieten auch die meisten privaten Versicherungskonzerne Unfallversicherungen nach UVG an. Es ist Sache des Arbeitgebers, alle Angestellten zu versichern. Wer nicht angestellt ist, muss sich selbst gegen Unfall versichern.

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Selbstbeteiligung

Für alle Krankenversicherten gilt in der Grundversicherung eine Selbstbeteiligung, die sich aus einer Franchise sowie einem Selbstbehalt zusammensetzt:

  • Die Franchise ist ein jährlicher Festbetrag, unterhalb dessen sämtliche Kosten vom Versicherten selbst zu tragen sind. Für Erwachsene gilt ab 18 Jahren die Untergrenze in Höhe von 300 Franken im Jahr. Für Kinder und Jugendliche ist keine Franchise erforderlich.
  • Der Selbstbehalt ist eine anteilige Beteiligung an den nach Abzug der Franchise verursachten Kosten in Höhe von 10 Prozent des Rechnungsbetrages. Das Maximum liegt bei 700 Franken pro Jahr, für Kinder und Jugendliche sind des 350 Franken.

Weitere Informationen findest du beim schweizerischen Bundesamt für Gesundheit.

Ärzte vor Ort

Um während des Aufenthalts in der Schweiz den richtigen Arzt zu finden, können Sie auf das Ärzte-Verzeichnis zurückgreifen.

Wir haben dein Interesse geweckt und du möchtest sich weiter informieren über einen Auslandsaufenthalt in der Schweiz? Dann können dir folgende Artikel sicherlich weiterhelfen: „Umzug in die Schweiz“ und „Visum in der Schweiz„.