Bildung in Österreich

In vieler Hinsicht ähnelt die Bildung in Österreich der deutschen. Andererseits gibt es auch ein paar Unterschiede. In Österreich besteht eine Bildungspflicht von 9 Jahren. Kinder werden mit 6 Jahren eingeschult und besuchen bis zu ihrem 15. Lebensjahr eine Schule. Ab der 8. bzw. 9. Klasse wird die Bildung berufsspezifischer – Schüler können Praktika absolvieren und verschiedene berufsbildende Schulen besuchen. Ein Studium in Österreich ist nur mit einer Matura möglich, welche vergleichbar ist mit dem deutschen Abitur. Bei einigen Studiengängen ist im Vorfeld eine Zulassungsprüfung zu bestehen, bevor die Aufnahme möglich ist.

Bildung in Österreich

Bildung in Österreich

  • 3-6 Jahren: Kindergarten
  • 6-10 Jahren: Volksschule
  • 10-14 Jahren: Neue Mittelschule oder die „allgemein bildende höhere Schule“ (AHS)
  • 14-18 Jahren: Berufsbildende Schulen

Kindergarten und Volksschule

Die meisten Kinder in Österreich besuchen mit 3 Jahren einen Kindergarten. Die Aufgabe besteht die Kinder bei der Entwicklung zu unterstützen. Jedoch ist ein Kindergarten Platz in Österreich nicht garantiert. Je nach Gemeinde oder Region variieren die Kosten und die Verfügbarkeit der Plätze.

Wie die Grundschule in Deutschland dauert die Volksschule in Österreich 4 Jahre. Die Schulpflicht beginnt mit 6 Jahren und Kinder werden am 1. September in die Volksschule eingeschult.  Bei der Anmeldung sollten die Kinder mitgenommen werden, da die jeweiligen Volksschulen Vorort feststellen, ob ein Kind schulreif ist oder nicht. Eltern haben ebenso die Möglichkeit ihre Kinder bei einer privaten Volksschule anzumelden, allerdings muss die Anmeldung aufgrund begrenzter Plätze recht früh erfolgen.

Neue Mittelschule oder die allgemein bildende höhere Schule (AHS)

In der Regel besuchen die meisten Schüler nach der Volksschule eine so genannte „Neue Mittelschule“ (NMS). Diese Art von Bildungsinstitution dauert 4 Jahre. Hier lernen Schüler nicht nur die üblichen Fächer, sondern bekommen auch eine Bildungsberatung. Nach dem Abschluss kann dadurch eine gut durchdachte Berufs- oder Bildungsentscheidungen getroffen werden.

Schüler, welche die Volksschule mit sehr guten Noten abgeschlossen haben, können eine „allgemein bildende höhere Schule“ (AHS) besuchen. Eine AHS dauert wie die NMS 4 Jahre. Danach sind verschiedene berufsbildende Schulen, AHS-Oberstufen oder Ausbildungen möglich. Dies gilt auch für Schüler, die einen erfolgreichen NMS Abschluss haben.

Berufsbildende Schulen und AHS-Oberstufe

Um studieren zu können, müssen Schüler in Österreich eine Reifeprüfung ablegen und eine Matura erlangen. Diese Prüfung kann nach dem 12. Schuljahr in einer AHS-Oberstufe oder nach dem 13. Schuljahr in einer BHS (Berufsbildende höhere Schule) durchgeführt werden. Wie der Name schon andeutet, kann man in „berufsbildenden höheren Schulen“ nicht nur eine Matura erlangen, sondern auch eine komplette Berufsausbildung. Absolventen können nach dem Abschluss entscheiden, ob sie eine Universität besuchen oder gleich einen Berufseinstieg wagen wollen.

Eine AHS-Oberstufe ist mit einem Gymnasium vergleichbar, jedoch gibt es auch einige Sonderformen mit verschiedenen Schwerpunkten. Je nach Wunsch können sich Schüler für AHS-Oberstufen mit musischen und sportlichen Schwerpunkten, AHS-Oberstufen mit verstärktem Fremdsprachenunterricht, Gymnasium, Realgymnasium oder wirtschaftskundliches Realgymnasium entscheiden. All diese Formen führen zu einer Matura. Des Weiteren gibt es berufsbildende mittlere Schulen oder Berufsschulen. Ein Universitätsbesuch ist mit so einem Abschluss nicht möglich.

Studium in Österreich

Wie schon erwähnt ist ein Studienbesuch nur mit einer Matura oder deutschem Abitur möglich. Aktuell gibt es über 30 Universitäten und zahlreiche Fachhochschulen in Österreich. Studiengebühren gibt es nicht. Allerdings werden Gebühren erhoben, wenn die Regelstudienzeit überschritten wird. Bei finanzieller Notwendigkeit können Studienbeihilfen geleistet werden.Darüberhinaus sind auch viele Stipendien für internationale Studenten zugänglich.

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