Gesundheitsvorsorge in Spanien

Die Gesundheitsvorsorge in Spanien gehört wie viele andere in Westeuropa zu den besten auf der Welt. Dieses Gesundheitssystem wird durch Sozialversicherungsbeiträge finanziert und somit haben alle Einwohner in Spanien den Zugang zu den Leistungen. Einige Spanier entscheiden sich zusätzlich eine private Versicherung abzuschließen. Um mehr über das Thema zu erfahren und gut vor der Auswanderung informiert zu sein, haben wir hier die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

Gesundheitsvorsorge in Spanien

Gesundheitsvorsorge in Spanien

Seit 2012 haben auch ausländische Einwohner, die keine direkten Sozialversicherungsbeiträge leisten, Zugang zu der Gesundheitsvorsorge in Spanien. Dementsprechend sind illegale Immigranten und Einwanderer, die noch nicht beim spanischen Finanzamt registriert sind, auch im Gesundheitssystem mit eingebunden. Insofern ist es nicht überraschend, dass fast über 90% der Bevölkerung die Dienste des Systems in Anspruch nehmen. In Folge dessen geben Versicherte 4,7% ihres jährlichen Gehaltes an das Sozialversicherungssystem ab.

Um in das staatliche Gesundheitswesen aufgenommen zu werden, muss man sich erst bei der Sozialversicherung registrieren. Dadurch erhält man eine Sozialversicherungsnummer und ein Dokument, welches einen berechtigt in das spanische Gesundheitssystem aufgenommen zu werden. Mit diesen Dokumenten meldet man sich bei einem nahen Gesundheitszentrum an. Dadurch wird eine Versicherungskarte (Tarjata Sanitaria Individual- TSI) erstellt, welche bei jedem Arztbesuch mitgeführt werden sollte.

Die TSI deckt alle Kosten für Arzt oder Krankenhausbesuche ab, jedoch muss man selber 60% der Kosten der verschreibungspflichtigen Medikamente tragen. Außerdem sind Versicherte in Spanien selber für die Kosten von Zahnarztbesuchen zuständig, daher schließen viele eine Zusatzversicherung ab. Aber auch ohne Zusatzversicherung sind die Zahnarztkosten in Spanien relativ niedrig und bezahlbar.

Gesundheitsvorsorge in Spanien

Private Versicherungen

Zusätzlich zu der staatlichen Versicherung entscheiden sich einige, die es sich leisten können, noch eine private Versicherung abzuschließen. Diese Versicherungen sind speziell auf individuelle Wünsche und gesundheitliche Umstände ausgerichtet. Ein Vorteil sind die kurzen Wartezeiten für Behandlungen, da privat Versicherte des Öfteren bevorzugt werden.

Natürlich könnte eine Privatversicherung einem auch helfen, Ärzte zu finden, welche gut die englische Sprache beherrschen. Viele der Anbieter haben Verträge mit internationalen Praxen und können Ärzte empfehlen, die Englisch oder sogar Deutsch sprechen. Ein Nachteil ist, dass solche Versicherungen die Kosten für Medikamente nicht übernehmen und das man auch verschreibungspflichtige Medikamente vollständig bezahlen muss.

Arztbesuch in Spanien

Ein Arztbesuch ist in Spanien recht unkompliziert. Es gibt zwei Möglichkeiten ein Termin bei einem Arzt zu bekommen. Man geht entweder direkt zu der Praxis um einen Termin zu holen oder man tragt auf der Onlineseite gva.es einen Termin ein. In dringenden Fällen kann man zu sogenannten „urgencias“ gehen. Solche Einrichtungen sind immer in der Nähe und haben mindestens 6 Ärzte, die einen behandeln können.

Falls du mehr über Spanien und ein Leben dort erfahren möchtest, können Sie unsere Seiten „Visum in Spanien“ und „Steuern in Spanien“ besuchen.