Bildung in der Schweiz

Die Bildung in der Schweiz ist ähnlich aufgeteilt wie in Deutschland. Auch hier gibt es einen Primarbereich, einen Sekundarbereich I und einen Sekundarbereich II. Die Schulpflicht beträgt in der Schweiz 9 Jahre. Die Kinder werden je nach Kanton sehr jung in die Primarstufe eingeschult, da dort ein Kindergartenbesuch beinhaltet ist.

Bildung in der Schweiz

In der Sekundarstufe I werden Schüler leistungsdifferenziert unterrichtet. Dementsprechend existieren unterschiedliche Modelle. Die einzelnen Kantone können selbstständig entscheiden welches der Modelle benutzt wird.

Nach dem Besuch der Sekundarschulen haben Jugendliche die Möglichkeit ihre Bildung in einem Gymnasium oder einer Fachmittelschule fortzusetzen. Außerdem besteht nach einem erfolgreichen Abschluss die Option eine Lehre anzufangen.

Aufteilung der Bildung in der Schweiz

  • Primarstufe (inklusive Kindergarten) vergleichbar mit einem Kindergarten und einer Grundschule
  • Sekundarstufe I vergleichbar mit einer Mittelschule
  • Gymnasiale Maturitätsschulen, Fachmittelschulen oder eine berufliche Grundbildung

Kindergarten und Primarschulen

Wie schon erwähnt beinhaltet die Primarstufe auch einen Kindergartenbesuch (2 Jahre). Die Dauer beträgt somit 8 Jahre. Der Kindergartenbesuch ist in der Schweiz obligatorisch. Die Verantwortung über das Schulsystem besitzen die einzelnen Kantone, welche frei darüber entscheiden, wann Kinder eingeschult werden sollen. Diese Entscheidung liegt nicht bei den Eltern. Darum sollte man sich vor einer Auswanderung informieren, welche Regeln für welche Kantone gelten.

Das Ziel der Primarschulen ist es, Kinder zum Lernen anzuregen und ihre Kompetenzentwicklung zu fördern. In späteren Klassenstufen werden verschiedene Fachbereiche mit den üblichen Fächern angeboten. Dementsprechend werden meistens Fremdsprachen, naturwissenschaftliche Fächer, Musik, Kunst, Werken und Sport unterrichtet.

Sekundarschulen

Nach der Primarstufe folgt die dreijährige Sekundarstufe I. Dabei werden Schüler in unterschiedliche Leistungsniveaus, aufgrund von Empfehlungen der Lehrer oder Leistungstests, unterteilt. In der Sekundarstufe werden weitere Sprachen und naturwissenschaftliche Fächer angeboten. Zusätzlich haben Schüler auch die Möglichkeit an einem Berufsvorbereitungsunterricht teilzunehmen.

In den meisten Kantone gibt es keine Abschlussprüfung der Sekundarstufe I. Jedoch wird derzeit diskutiert, ob eine Prüfung eingeführt werden sollte. Außerdem werden in der Schweiz Brückenangebote für Schüler zur Verfügung gestellt, die nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit noch unsicher über ihre Zukunftspläne sind.

Gymnasium, Fachmittelschulen (FMS) und die berufliche Grundbindung (Lehre)

Viele Schüler in der Schweiz setzen ihre Bildung in Gymnasien, Fachmittelschulen oder Lehren fort. Die Aufnahme der Schüler in Gymnasien hängt von Schulnoten der Sekundarstufe I, Empfehlungen der Lehrer und einer Aufnahmeprüfung ab. Wie in der deutschen Gymnasialoberstufe, bereiten auch die Gymnasialschulen in der Schweiz die Jugendlichen auf einen Universitäts- oder Hochschulbesuch vor.

Fachmittelschulen bereiten Schüler auf eine Berufsausbildung an Fachhochschulen vor. Diese Schulen sind sehr berufsfeldbezogen und unterscheiden sich von den Gymnasialschulen. Ein Großteil der Schüler startet danach eine Lehre. Dabei setzt sich die Bildung in der Woche durch einen Besuch in der Berufsschule und einem Besuch in einem Lehrbetrieb zusammen.

Bildung in der Schweiz

Studium in der Schweiz

In der Schweiz gibt es verschiedene deutschsprachige Hochschulen, Fachhochschulen und pädagogische Hochschulen. Um dort studieren zu können, muss man in erster Linie die jeweilige Regionalsprache beherrschen. Außerdem sind die Studiengänge, bis auf einige Fachrichtungen wie Medizin oder Jura, freizugänglich. Ein Gymnasialabschluss wird dennoch vorausgesetzt.

Die Studiengebühren variieren je nach Kanton. Durchschnittlich betragen diese zwischen 450-800 Euro pro Semester. Ausländische Studenten müssen mit Zusatzkosten rechnen, daher sollte ein Studium in der Schweiz gut durchdacht werden. Jedoch kann die Finanzierung durch diverse Bildungskredite oder Stipendien unterstützt werden.

Für weitere Informationen über die Schweiz und ein Leben vor Ort kannst du unsere Seite „Umzug in die Schweiz“ besuchen. Bei weiteren Fragen bezüglich eines Visum oder über die Arbeit in der Schweiz, kannst du hilfreiche Informationen auf unseren Seiten „Visum in der Schweiz“ und „Arbeit in der Schweiz“ finden.