Bildung in Italien

Viele Italiener sind mit der Bildung in Italien nicht zufrieden. Obwohl es in der Vergangenheit Reformen im Bildungssystem gab, hat sich nicht viel geändert. Wie in den letzten OECD Studien schnitt Italien in der jüngsten auch wieder unter dem europäischen Durchschnitt. Auch hinsichtlich eines Abschlusses des Sekundarbereichs II lag Italien weit unter dem europäischen Durchschnitt. Dies könnte zu erheblichen Folgen führen, da eine schlechte Bildung in Italien, die schwierige wirtschaftliche Lage des Landes weiter negativ beeinflussen könnte.

Bildung in Italien

 Aufteilung der Bildung in Italien

Die Schularten in Italien sind etwas anders aufgebaut als hier in Deutschland. Vor allem das Liceo (Gymnasium) hat verschiedene Formen. Je nach Ausprägung unterscheiden sich die Fächerzusammensetzungen im Liceo. Die Aufteilung der Bildung in Italien ist wie folgt:

  • Kindergarten: Scuola dell’Infanzia
  • Grundschule: Scuola primaria
  • Mittelschule: Scuola Secondaria di Primo Grado
  • Gymnasium: Leceo

Kindergarten (Scuola dell’Infanzia)

Der Besuch eines Kindergartens in Italien ist nicht obligatorisch. Des Weiteren kann man seine Kinder schon im Alter von 3 Jahren (manchmal sogar mit 2 1/2) in den Kindergarten schicken. Die Hauptaufgabe dieser Institution ist es die Kinder so gut wie möglich auf die Grundschule vorzubereiten. Folglich machen die Kinder in so einem Kindergarten die ersten Erfahrungen einer standardisierten Ausbildung.

Grundschule (Scuola Primaria)

Die Einschulung erfolgt mit 6 Jahren und die Dauer einer italienischen Grundschule ist 5 Jahre. Klassengrößen variieren stark je nach Region aber meistens liegen sie zwischen 10 bis 25 Kinder pro Klasse. So eine Scuola Primaria hat drei Zyklen. Die Erste dauert ein Jahr und dient zur Einführung. Zu den gelehrten Fächern gehören, Mathe, Italienisch, Sport, Musik, Geschichte, Kunst und sogar eine Fremdsprache. Mit elf Jahren sind die Kinder dann fertig mit der Grundschule und können ihre Bildung weiter in der Scuola Secondaria di Primo Grado fortsetzen.

Bildung in Italien

Sekundarschule (Scuola Secondaria di Primo Grado)

Die Sekundarschule auch des Öfteren Mittelschule genannt beginnt mit 11 Jahren und dauert 3 Jahre. Auch hier ist die Schulung kostenfrei, jedoch müssen die Schüler ab der Mittelschule ihre eigenen Lehrbücher kaufen. Des Weiteren fängt man in der „Scuola Secondaria di Primo Grade“ an, eine zweite Fremdsprache zu lernen. Um sich für ein Liceo zu qualifizieren, müssen die Schüler am Ende der Mittelschule eine Abschlussprüfung ablegen.

Gymnasium (Liceo)

Wie schon erwähnt, gibt es einige Arten von Liceos mit verschiedenen Fächerzusammensetzungen. Folglich müssen sich Schüler schon im Alter von 14 Jahren entscheiden, in welche Richtung ihre zukünftige Karriere gehen soll. Diese Entscheidung kann zu sehr ernsten Folgen führen, wenn Schüler während ihrer Schullaufbahn merken, dass der Schwerpunkt den sie gewählt hatten, nicht der richtige für sie war. Für den Abschluss muss eine Prüfung abgelegt werden. Danach können sich Schüler entweder für eine Weiterbildung in Universitäten/Berufsschulen entscheiden oder gleich anfangen zu arbeiten.

Studieren in Italien

Es gibt in Italien mehrere staatliche und private Universitäten. Des Weiteren gibt es auch zahlreiche Berufsschulen, die auch für internationale Studenten zugänglich sind. Jedoch muss man hier bedenken, dass die italienische Sprache eine große Rolle bei der Aufnahme in gewissen Studiengängen spielt. Nichtsdestotrotz kann man sich als ausländischer Student für viele internationale Studiengänge mit seinem Abitur bewerben. Universitäten in Italien sind genauso aufgebaut wie die Universitäten in Deutschland. Grundsätzlich dauert ein Bachelor 3 Jahre und ein Master 2 Jahre. Pro akademisches Jahr muss man in Italien Studiengebühren zahlen. Diese können je nach Universität variieren doch betragen meistens zwischen 700 und 1000 Euro.

Besuche für mehr Informationen unsere Seiten „Umzug nach Italien“ und „Wohnen in Italien„.