Gesundheitsvorsorge in Frankreich

Die Gesundheitsvorsorge in Frankreich gehört zu den besten der Welt und deren staatliche Versicherung ist in der Lage die meisten Leistungen abzudecken. Im Vergleich schneidet Deutschland schlechter ab als Frankreich, jedoch müssen Franzosen für einige Angriffe und Leistungen eine Zusatzversicherung abschließen. Da es gewisse Unterschiede zwischen den Gesundheitsvorsorgen der beiden Länder gibt, haben wir bei Sirelo die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

Gesundheitsvorsorge in Frankreich

Gesundheitsvorsorge in Frankreich

Jeder, der seinen Hauptwohnsitz in Frankreich hat, ist verpflichtet, eine französische Krankenversicherung zu haben. Dabei ist mittlerweile Nebensache, ob Sie sich für die staatliche oder für eine private Krankenversicherung entscheiden. In der Vergangenheit konnten Auswanderer das staatliche Versicherungssystem nicht nutzen. Allerdings wurde diese Regelung in den letzten Jahren geändert. Die Kosten für Versicherte werden durch die Sozialabgaben, die jeder leisten muss, geregelt. Dementsprechend werden 8% des Nettoeinkommens automatisch für die staatliche Krankenversicherung einbehalten.

Ein Großteil der Kosten wird von der staatlichen Krankenversicherung übernommen, sprich 70% der Kosten eines Arztbesuches (Zahnarzt, Hausarzt, Spezialisten) und 80% eines Krankenhausbesuches. Wenn man aber arbeitslos ist oder wenn das Jahreseinkommen unter der Einkommensschwelle liegt, ist man für eine kostenlose stattliche Krankenversicherung (CMU-C) berechtigt.

Frankreich Gesundheitsvorsorge

Private Versicherungen

Da die staatliche Versicherung einen Teil der Kosten nicht übernimmt, schließen viele Franzosen eine zusätzliche Privatversicherung ab um hohe Rechnungen zu vermeiden. Im Großen und Ganzen tragen solche Zusatzversicherungen den Rest der Kosten. Was man jedoch beachten sollte, ist das eine private Versicherungen keine Vorteile wie in Deutschland mit sich bringen. Dementsprechend werden Privatversicherte bei Behandlungen nicht bevorzugt und haben auch keine kürzeren Wartezeiten. Von Vorteil könnte jedoch die Tatsache sein, dass viele Anbieter sich auf ausländische Interessenten spezialisieren und somit ihren Service auf Englisch zur Verfügung stellen.

Arztbesuch in Frankreich

Es ist sehr wichtig sich sofort in Frankreich bei einem Hausarzt (médecin traitant) anzumelden. Wer dies versäumt, kann mit Strafen rechnen, wie zum Beispiel hohe medizinische Kosten und niedrige Erstattungsbeiträge. Dies könnte zu erheblichen Schwierigkeiten führen, da in Frankreich Patienten nach dem Arztbesuch selber die Kosten begleichen müssen.

Hausärzte in Frankreich wie in Deutschland können Patienten zu Spezialisten überweisen. Wenn Sie sich jedoch entscheiden, ohne eine Überweisung zu einem Spezialisten zu gehen, erhöhen sich die medizinischen Kosten. Von dieser Regelung sind jedoch Gynäkologen, Augenärzte und Kinderärzte ausgenommen. Auch bei Notfällen fällt diese Regelung aus.

Sie wollen nach Frankreich ziehen? Informieren Sie sich über die „Steuern in Frankreich“ und über das „Wohnen in Frankreich„.