Bildung in Frankreich

Die Bildung in Frankreich hat sich in den letzten Jahren in einigen Stellen verschlechtert. Viele Schüler wiesen vor allem erhebliche Schwierigkeiten in dem Fach Mathematik auf. Nichtsdestotrotz ist man in Frankreich verpflichtet seine Kinder in die Schule zu schicken. Viele Eltern schulen ihre Kinder auch schon mit 3 Jahren in die École Maternelle ein, um sie so besser auf die Grundschule vorzubereiten. Um in eine Universität aufgenommen zu werden, müssen französische Schüler eine Baccalauréat Prüfung ablegen. Für eine Übersicht der besten Universitäten in Frankreich kannst Du unsere Seite „Top Universitäten in Frankreich“ besuchen.

Bildung in Frankreich

Die meisten Kinder in Frankreich gehen auf öffentlichen Schulen, diese sind meist sehr groß und auch die Anzahl der Schüler in einer Klasse kann des Öfteren über 30 Schüler betragen. Es gibt natürlich auch Privatschulen in Frankreich. Jedoch unterscheidet sich die Unterrichtsqualität nicht großartig von öffentlichen Schulen. Staatliche Bildung in Frankreich ist kostenlos für französische Bürger und für Leute die eine Aufenthaltsgenehmigung haben. Kosten fallen nur für private oder internationale Schulen an.

Da eine gute Bildung in Frankreich sehr wertgeschätzt wird, hat sich die Anzahl der Bevölkerung, die eine höhere Bildung anstreben, kontinuierlich erhöht. Über die Hälfte der 18 bis 21-Jährigen sind in Vollzeitausbildung und über 64% der Studenten schließen ihre Ausbildungen mit einem Bachelor ab.

Aufteilung der Bildung in Frankreich

  • École Maternelle, vergleichbar mit einem Kindergarten oder Vorschule
  • École, vergleichbar mit der Grundschule
  • Collège, vergleichbar mit der Mittelschule
  • Lycée, vergleichbar mit dem Abitur

École Maternelle

Die École Maternelle ist vergleichbar mit einem Kindergarten oder einer Vorschule. Meistens werden Kinder im Alter von 3 eingeschult und bleiben dort bis zu ihrem 6. Lebensjahr. Die Hauptaufgabe solcher Institute ist es die Kinder für die Grundschule vorzubereiten. Deshalb ist es auch verständlich, dass diese kostenfrei sind. Solche Vorschulen können besonders attraktiv für Familien sein, die neu nach Frankreich gezogen sind, da sie sehr hilfreich für Kinder sein können, die die französische Sprache noch nicht beherrschen. In solchen Schulen lernen die Kinder nicht nur das Lesen und Schreiben, sondern auch die Zahlen und manchmal sogar eine fremde Sprache.

École

Die École ist vergleichbar mit der deutschen Grundschule und die Kinder in Frankreich besuchen diese im Alter von 6 bis 11. Grundsätzlich besuchen die Schüler in der Woche circa 24-28 Stunden lang die Grundschule und haben entweder am Wochenende oder Mittwoch und Sonntag frei. Die Grundschule ist in 5 Stufen aufgeteilt (CP, CE1, CE2, CM1 und CM2). Jedes Jahr schließen die Schüler eine Stufe ab und werden so für die Mittelschule vorbereitet.

Collège

Das Collège ist vergleichbar mit einer Mittelschule, die es hierzulande in so einer Form nicht gibt. Nichtsdestotrotz besuchen Schüler im Alter von 11 bis 15 so eine Institution. In der Mittelschule sind gute Noten ein Muss und das Können der Schüler wird wöchentlich geprüft. Erwähnenswert ist auch, dass die Schüler sich entscheiden können, wie viele allgemeine Fächer wie Mathematik, Französisch, Biologie etc. oder berufliche Fächer sie belegen wollen. Am Ende der Mittelschule müssen die Schüler eine Prüfung (brevet) bestehen und können sich danach entscheiden ihre Bildung fortzusetzen oder sie abzubrechen.

Lycée

Nach der Mittelschule gehen die Meisten auf eine sogenannte Lycée, wo man sein Abitur machen kann. Es gibt zwei Arten von Lycée: Lycée General/Lycée Technique und Lycée Professionnel. Beide Arten sind dafür da, dass die Schüler die Baccalauréant bestehen, sodass sie später eine Universität besuchen können. Die letztere Art wird auch dazu verwendet sich für manuelle/administrative Arbeit oder für eine weiterführende Berufsausbildung zu qualifizieren.

Studieren in Frankreich

Mit einem Baccalauréant kann man sich dann für einen Studiengang bewerben. Grundsätzlich ist es auch möglich, sich mit einem deutschen Abitur für einen Studiengang in Frankreich zu bewerben, jedoch muss man sehr gute Kenntnisse in der französischen Sprache haben. Einige Universitäten, meistens die Angesehensten, verlangen auch eine Aufnahmeprüfung, die man vorher bestehen muss.

Es gibt in Frankreich, öffentliche und private Hochschulen, höhere Berufsschulen, Fachhochschulen und Grandes Écoles, die auch für internationale Studenten offen sind. Jedoch werden nur die besten Schüler in Grandes École aufgenommen. Wie in den meisten europäischen Ländern wird das Studium unterteilt (Licence, Master und Doctorat). Das Licence ist vergleichbar mit einem Bachelor und wird in 3 Jahren absolviert. Ein Masterstudium dauert auch wie in Deutschland nur 2 Jahre und das Doktorat 8 Jahre.

Für mehr Information über Frankreich und was man braucht, um in Frankreich zu leben, könnt Ihr unsere Seite „Umzug nach Frankreich“ besuchen.