Wohnen in England

Wer nach England zieht, taucht wahrscheinlich in fremde Gewässer ein. Die britische Kultur ist so reich wie kaum eine auf dieser Welt. Jedoch werden Sie nicht nur neue kulturelle Entdeckungen in England machen. Wohnen in England bedeutet zunächst einmal eine geeignete Wohnung zu finden und sich mit der Aufteilung des persönlichen Budgets auseinanderzusetzen. Hier bekommst du Informationen rund um den Wohnungsmarkt in England und die Lebenshaltungskosten, die auf einen zukommen.

Wohnen in England

Der Wohnungsmarkt in England ähnelt vieler wirtschaftlich starken Ländern des Westens. Die Nachfrage ist hoch und das Angebot niedrig. Daher sind die Mietpreise und Kosten eines Häuserkaufs dementsprechend hoch, weitaus höher als beispielsweise in Deutschland. Allgemein wird in England die Hälfte des Einkommens für die Miete ausgegeben. In London steigt es sogar auf bis zu 72% des Einkommens.

Wohnung finden

Über 75% aller Wohnung in England werden von Agenturen vermietet. Die Provision wird in England vonseiten des Vermieters bezahlt, jedoch rechnen die Agenturen (oder der sogenannte „Letting Agent“) bei erfolgreich abgeschlossenem Mietvertrag eine Gebühr (Fee) für verschiedene Dienstleistungen. Diese unterscheiden sich von Agentur zu Agentur. In England nehmen Agenturen gerne über €300 für administrative Vorgänge. Unser Tipp ist Agenturen miteinander zu vergleichen, die durchschnittlichen Kosten zu verstehen und dann mit dem Letting Agent zu verhandeln.

Es ist empfohlen im Internet direkt mit den Vermietern in Kontakt zu treten. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld, denn man zahlt keine Gebühren an eine Agentur und auch die Kautionen fallen oft niedriger aus. „Spareroom“ ist Englands größtes Wohnungsportal und bietet die Möglichkeit genau das zu erreichen. Wichtig ist, die Wohnung persönlich zu besuchen, um sicher zu gehen, dass man kein Opfer der gängigen Betrüger wird.

Miete und Mietvertrag

In England wird die Miete grundsätzlich wie folgt angegeben:

  • Pcm: per calender month
  • Pw: per week

Ein Mietvertrag läuft üblicherweise über einen Zeitraum von einem halben oder ganzen Jahr. Er wird dann verlängert, sofern es keine Probleme mit dem Mieter oder der Mieterin gibt. Eine Kündigungsklausel ist meistens in dem Vertrag enthalten. Man sollte sich jedoch schon mal im Klaren darüber sein, dass der Vermieter mehr Rechte genießt als der Mieter. Anders als in Deutschland kann der Vermieter dem Mieter jederzeit kündigen und muss dafür in den meisten Fällen keinen Grund angeben. Jedoch wird grundsätzlich eine Frist von 2 Monaten gegeben. Der Mieter muss einen Nachweis seines Einkommens vorlegen und eine Kaution von 1,5 Monatsmieten hinterlegen. Der Miete wird meist noch die sogenannte Council Tax hinzugefügt, eine Steuer, die an die betroffene Gemeinde gezahlt wird. Diese wird für örtliche Dienstleistungen wie Polizei und Schulen gebraucht.

Lebenshaltungskosten und Versicherungen

Es ist kein Geheimnis, dass die Lebenshaltungskosten in England höher sind als die in Deutschland. Lebensmittelpreise ähneln sich zwar mit den deutschen, jedoch sind Kosten für Benzin und die KFZ-Steuern weitaus höher. Dasselbe gilt auch, wie bereits erwähnt, für die Mietpreise. Grundsätzlich sollte man mit 50% des Einkommens für Miete und 20% des Einkommens für den Unterhalt rechnen.

Wohnen in England heißt auch, dass man versichert sein sollte. Glücklicherweise wird man als Arbeitnehmer dort automatisch beim staatlichen Gesundheitssystem angemeldet. Das bedeutet, dass man keine eigene Krankenversicherung braucht, sondern diese über den Arbeitgeber erhält. In manchen Fällen können zusätzliche Versicherungen auch durch Partnerschaften des Arbeitgebers abgeschlossen werden. Dies fällt unter das „Employee Bonus Program“.

Bräuche und Sitten

Abschließend noch ein bisschen zum Thema Bräuche und Sitten in England. Diese sind nämlich in vielerlei Hinsicht anders als in Deutschland. Womöglich der wichtigste Punkt in Hinsicht auf die Gesundheit ist der Linksverkehr. Wer nach London umzieht, ist zwar ohnehin mit einem Fahrrad und dem öffentlichen Verkehr besser aufgehoben, aber für die Autofahrer unter uns wird es sicherlich eine kleine Umstellung im Straßenverkehr.

Begrüßungen in England erfolgen meist mit einem Handschlag. Gerade wenn man die Person erst kennenlernt, sollte man eine formelle Distanz halten. Es dauert etwas, bis die Briten warm werden und bis dahin sollten Umarmungen vermieden werden. Eröffnungsfragen wie „How do you do?“ erwarten üblicherweise keine Antwort. Stattdessen entgegnet man dieser Frage gleich mit einer Gegenfrage „How are you doing?“.

Für mehr Information über England kannst due unsere Seite „Umzug nach England“ besuchen.