Ummelden beim Umzug – Woran Sie unbedingt denken sollten!

21. November 2017, Ellena Branke

Ummelden beim Umzug

Jeder, der schon einmal umgezogen ist, weiß dass ein Umzug sehr viel mehr als nur das Verpacken seiner Habseligkeiten mit sich bringt. Ein Umzug bedeutet viel Arbeit – es müssen Möbel ab- und aufgebaut werden, Kartons gepackt und Helfer organisiert werden. Jedoch fallen bei einem Umzug auch zahlreiche Formalitäten, Ab – und Ummeldungen an, die man nicht vergessen sollte!

10 Prozent: das ist der statistische Anteil der Deutschen, die jährlich umziehen!

Es gibt verschiedenste Gründe, weshalb Menschen umziehen. Dies kann der Wunsch nach einer gemeinsamen Wohnung mit dem Partner, Familienzuwachs, ein Arbeitsplatzwechsel oder der Erwerb einer eigenen Immobilie sein. Unabhängig  davon, aus welchem Grund Sie umziehen, an folgende Punkte sollten Sie auf jeden Fall denken.

1. Autoummeldung

Seit Anfang 2015 ist es möglich, das bisherige Kennzeichen auch bei einem bundesweiten Umzug zu behalten. Somit spart man sich die Kosten für eine neues Kennzeichen, die Ummeldung muss man allerdings immer noch bezahlen. Ein Gang zur KFZ-Zulassungsstelle ist somit notwendig, auch wenn einige Kommunen ein vereinfachtes Verfahren anbieten, bei dem man seine Wohnung und sein Auto zusammen beim zuständigen Einwohnermeldeamt ummelden kann.
Vergessen Sie außerdem nicht, alle relevanten Dokumente für eine Ummeldung mit sich zu führen! Die entsprechenden Unterlagen beinhalten die Fahrzeugzulassung, Versicherungsbescheinigung, Nachweis der Hauptuntersuchung sowie ein SEPA-Lastschriftmandat zum Einzug der KFZ-Steuer. Das Ummelden Ihren Autos ist somit immer noch kostenpflichtig, auch wenn kein Kennzeichenwechsel mehr notwendig ist.

Autoummeldung

2. Wohnort ummelden

Natürlich müssen Sie auch den Behörden melden, dass Sie Ihren Wohnsitz ändern. Online ist dieses leider noch nicht möglich, auch wenn Bayern zumindest Ihre Anmeldeformulare inklusive Ausweiskopie zur Meldebehörde schicken können. Die Adressänderung im Personalausweis kann jedoch nur mit einem persönlichen Besuch vollbracht werden.
Praktisch ist es natürlich, wenn Sie bereits im Vorherein einen Termin bei Ihrer zuständigen Behörde vereinbaren, da Sie somit unnötige Wartezeit sparen!
Die einzelnen Länder bestimmen, wie viel Zeit Sie sich für Ihre Ummeldung lassen können. Je nach Land haben Sie zwischen einer und zwei Wochen Zeit, um sich umzumelden, nach Verschreiten dieser Zeit kann Ihnen auch ein Bußgeld drohen. Allerdings sind die Ämter in den meisten Fällen entgegendkommen, wenn Sie die Frist nicht zu lange überschreiten.

3. Nachsendeauftrag

Mit einem Nachsendeauftrag sellen Sie sicher, dass Sie Ihre Post auch nach Ihrem Umzug noch erreicht. Die deutsche Post bietet diesen Service für 24 Monate an, auch ins Ausland! Die Post schlägt vor, dass Sie diesen Auftrag am Besten zwei Wochen vor Ihrem Umzug beantragen, mindestens aber 5 Werktage vor Ihrem Umzug. Die Kosten liegen bei Privatpersonen für einen Zeitraum von 6 Monate bei 19,90€, bei 12 Monaten bei 26,90€. Der Nachsendeauftrag gilt für alle genannten Personen eines Haushalts – bis zu 12 Personen! Sehen Sie hier, welche Sendungsarten der Nachsendeauftrag umfasst.

Nachsendeauftrag

4. Ummeldung bei Dienstleistern – Strom und Gas

Was Sie dringend bei einem Umzug beachten sollten ist die Ab – und Anmeldung bei Ihrem Versorgungsanbieter. Bezüglich Ihrer Strom – und Gasversorgung sollten sie zwischen 6 und 8 Wochen vor Ihrem Umzug klären, ob Sie bei Ihrem bisherigen Anbieter bleiben möchten. In diesem Fall müssen Sie sich innerhalb der Frist zwingend ummelden, sonst erhalten Sie nach Ihrem Umzug automatisch Strom oder Gas vom örtlichen Anbieter zum teuren Grundversorgungstarif. Bei den meisten Versorgern können Sie die Änderung der Lieferadresse über das Internet aktualisieren. Für die Anmeldung der neuen Verbrauchsstelle benötigt Ihr Anbieter normalerweise die neue Anschrift, die neue Zählernummer, den Übernahmetermin und, falls bekannt, den Namen der Vormieter. Der Zählerstand zum Übernahmetermin kann ggf. nachgereicht werden.

Denken Sie daran: Notieren Sie in Ihrer alten Wohnung den Zählerstand für Strom, Wasser und Gas und geben Sie diese bei Ihrer Abmeldung an Ihre Versorger durch, um die Erstellung der Schlussrechnung zu ermöglichen. Beim Einzug in die neue Wohnung sollten Sie dort den Zählerstand notieren, damit Sie diesen bei dem Abschluss des neuen Vertrages zur Hand haben.

5. Telefon – und Internetanbieter

Auch Ihre Dienstleister für Telekommunikation sollten Sie rechtzeitig informieren, damit Sie an Ihrem neuen Wohnort rechtzeitig über Internet und Festnetztelefon verfügen. Außerdem sollten Sie jegliche Kontakte informieren, mit denen Sie regelmäßige Geschäftsbeziehungen pflegen, unter anderem:

  • Hausbank
  • Versicherungen
  • Krankenkasse
  • Mobilfunkanbieter
  • Abo-Anbieter für Zeitungen
  • Vereine
  • Versandhändler

Am Besten ist es, wenn Sie sich eine Liste anlegen und diese Schritt für Schritt abarbeiten. Somit vergessen Sie niemanden, der über die Änderung Ihrer Adresse Bescheid wissen sollte!

Teile diesen Artikel: