Immobilien in Frankreich- Wichtige Tipps und Tricks

25. Januar 2017, Sophia Detterbeck

Bevor man in Frankreich eine Immobilie kauft, sollte zuvor der Markt sorgfältig unter die Lupe genommen werden. Dieser Artikel stellt dir das internationale Immobilienportal Meretdemeures vor, welches die nötigen grundlegenden Kenntnisse vermittelt, um für ein Hauskauf in Frankreich gewappnet zu sein.

Immobilien in Frankreich

Ein schönes Haus am Meer, eine Wohnung am Strand oder ein idyllisches Grundstück auf dem Land – für viele eine traumhafte Vorstellung. Der erste Schritt auf dem Weg zur Traumvilla beruht jedoch auf einer gut kalkulierten Investition und notwendiger Erfahrung auf dem Immobilienmarkt.

Trotz der stetig steigenden Preise sind die Zinsen recht niedrig. Dies hat zur Folge, dass der französische Immobilienmarkt nach wie vor sehr attraktiv ist. Der Preis eines 100m2 großen Hauses in der Var-Abteilung beträgt beispielsweise 350.000 €. Natürlich werden je nach Stadt und Unterkunft verschiedene Preisklassen angeboten. Der Wert einer Immobilie eines Badeortes mit Meerblick kann das Doppelte des regionalen Durchschnittes erreichen. Bei einem Haus in den Alpes-Maritimes kostet ein Quadratmeter ca. 4.150 €. In den Bouches-du-Rhône etwa 2.960 €, in den Pyrénées-Atlantiques 2.010 € , 1.840 € in der Vendée und 1 530 € in Finistère. Die Preise in Paris betragen für ein Haus durchschnittlich 8.160 € pro Quadratmeter und 8.053 € je Quadratmeter für eine Wohnung.

Eine kleine Einführung in den Kaufprozess

Bevor du dich im Ausland auf irgendwelche Verträge oder Verhandlungen einlässt, hole dir professionelle Hilfe von anerkannten Immobilienmaklern oder Rechtsanwälten. Zudem ist es sinnvoll, jemanden um Hilfe zu bieten, der die Muttersprache spricht, um sprachliche Barrieren auszuräumen.

Des Weiteren muss ein Bankkonto in Frankreich eröffnet werden, um Darlehen zu beantragen oder um Auslandsüberweisungen zu tätigen. Wenn du Geld auf ein französisches Bankkonto überweist, überprüft der Notar die Herkunft der Mittel.

Immobilien in Frankreich

Sobald das Traumhaus gefunden ist, muss nur noch der Verkauf vollzogen werden. Der Käufer formuliert ein Angebot (einschließlich des Preises und Enddatum). Wird es bestätigt, erfolgt der Kaufvertrag in Anwesenheit des Notars oder des Bevollmächtigten.

Ab dem Zeitpunkt der Unterzeichnung des Kaufvertrags kann der Käufer innerhalb von 10 Tagen vom Vertrag zurücktreten. Erfolgte der Kauf mit einem Darlehen, erhält der Käufer 10 Tage Zeit um zu beweisen, dass er sein Darlehen erhalten hat. Des Weiteren erfolgt eine Anzahlung an den Notar oder den Immobilienmakler, um die Vereinbarung abzuschließen. Der Käufer muss auch die Notargebühren bei der endgültigen Unterzeichnung des Kaufes tragen. Die Gebühren des Immobilienmaklers können entweder vom Verkäufer oder vom Käufer übernommen werden.

Der Notar ist anwesend um sicherzustellen, dass die Transaktion gesetzlich korrekt abläuft, nach den festgelegten Bedingungen beider Parteien durchgeführt wird und dass die Zahlung nicht anfechtbar ist. Wenn der Nachlass verpfändet ist, zieht der Notar die Summe, welche noch zu zahlen ist, vom Verkaufsanteil des Verkäufers ab.

Notwendige Vorschriften

Das Immobiliengeschät in Frankreich wird streng kontrolliert. Wir stellen eine Liste der wichtigsten Gesetze und Vorschriften bereit, welche für einen Immobilienkauf wichtig sind.

Immobilien in Frankreich

Das Alur-Gesetz wurde kreiert um den Informationsfluss (Übergabe an das Miteigentum, Höhe der Gebühren der Immobilienagentur usw. …) zu optimieren. Das Carrez-Gesetz definiert das bewohnbare Volumen des Grundstücks. Davon ausgenommen ist die Fläche, in denen die Deckenhöhe unter 1,80m liegt (Terrassen, Gärten usw.).

Seit 2010 muss der Verkäufer die „Energetic Performance Diagnostic (DPE)“ der Immobilie angeben. Die EPE klassifiziert Wohnräume abhängig von ihrem energetischen Verbrauch und ihren Auswirkungen in Bezug auf Treibhausgasemissionen. Zu den Maßnahmen zur Sicherheitsgewährleistung der Immobilie gehören ein Asbesttest, ein Bleitest, ein Gas und Elektrizitättest. Auch ein Plan um Gefahren abzuwehren wird beigefügt. Dieser überprüft, ob sich die Immobilie in einer geografischen Risikozone befindet.

Immobiliensteuer

Besitzt du eine Immobilie in Frankreich, werden je nach Situation bestimmte Steuern fällig. Jedoch können Mitglieder der Europäischen Union von besonderen Steuerregelungen profitieren.

Grundstücke, welche ab dem 1. Januar des Geschäftsjahres besetzt wurden, unterliegen einer Wohn- und Immobiliensteuer. Des Weiteren wird bei einem Vermögen mit mehr als 1,3 Millionen Euro die Vermögenssteuer fällig. Leasing-Einnahmen werden ebenso besteuert. Arbeitnehmer, welche nicht in Frankreich wohnen und nicht vermietete Immobilien besitzen, können aufgefordert werden, Steuern auf leer stehende Häuser zu zahlen. Im Falle eines Verkaufes muss eine Steuer auf den durchgeführten Gewinn gezahlt werden. Der Steueranteil für einen EU-Staatsangehörigen, welcher in Frankreich wohnt, beträgt 34,50%.

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